EU-AI-Regeln: Innovation im Rückstand

Warnung der Google- und Meta-Executives: EU-AI-Regeln gefährden Innovation

Auf der Techarena-Technologiekonferenz in Stockholm äußerten Executives von Google und Meta ihre Bedenken hinsichtlich der strengen Künstliche Intelligenz (AI)-Regulierungen der Europäischen Union.

Kritik an den Compliance-Anforderungen

Die Führungskräfte argumentierten, dass die Compliance-Anforderungen, einschließlich der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des vorgeschlagenen AI-Gesetzes, die Innovation und die Einführung neuer Produkte in Europa verzögern. Chris Yiu von Meta wies auf die Herausforderungen hin, die bei der Einführung der AI-unterstützten Ray-Ban Meta-Brille auftreten.

Darüber hinaus bemerkte Dorothy Chou von Google DeepMind, dass das AI-Gesetz zu einem Zeitpunkt entworfen wurde, als bedeutende Fortschritte, wie ChatGPT, noch nicht berücksichtigt wurden.

Das vorgeschlagene AI-Gesetz

Das AI-Gesetz, das 2021 vorgeschlagen wurde, zielt darauf ab, die Künstliche Intelligenz innerhalb der EU zu regulieren. Dennoch warnen große Technologieunternehmen, dass es das Wachstum behindern könnte.

Aufruf zur Vereinfachung der Regeln

Europäische Risikokapitalgeber haben ebenfalls gefordert, die Regeln zu vereinfachen und ein einheitlicheres Regelwerk einzuführen. Sie schlagen ein „28. Regime“ vor, um die Compliance zu straffen und Talente anzuziehen.

Auswirkungen auf den technologischen Fortschritt

Kritiker argumentieren, dass der regulatorische Ansatz der EU die technologische Entwicklung in Europa behindern könnte. Die Bedenken der Technologiebranche werfen grundlegende Fragen über das Gleichgewicht zwischen Regulierung und Innovation auf.

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