Regulierung von KI-generierten Inhalten und Deepfakes in Indien

Regulierung von KI-generierten/Deepfake-Inhalten und synthetisch generierten Informationen (SGI) in Indien – Neue Regeln

Die Änderungen der Informations-Technologie (Intermediary Guidelines and Digital Media Ethics Code) Amendment Rules, 2026 markieren einen bedeutenden regulatorischen Wandel im digitalen Governance-Rahmenwerk Indiens. Diese Änderungen, die am 10. Februar 2026 bekannt gegeben und am 20. Februar 2026 in Kraft treten, konzentrieren sich auf die Regulierung von synthetisch generierten Informationen (SGI), die allgemein als KI-generierte oder Deepfake-Inhalte bezeichnet werden.

Ziele der Änderungen

  • KI-generierte/Deepfake-Inhalte zu regulieren.
  • Missbrauch von synthetischen Medien zur Betrugsbekämpfung, zur Imitation, zur Verbreitung von Obszönität, Fehlinformationen und kriminellen Aktivitäten zu verhindern.
  • Die Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit synthetischer Inhalte zu verlangen.
  • Die Fristen für die Compliance der Intermediäre zu verschärfen.
  • Verweise vom IPC auf die Bharatiya Nyaya Sanhita, 2023, zu ändern.

Definition von synthetisch generierten Informationen

Ein wesentlicher Bestandteil ist die formale Definition von:

  • Audio, visuelle oder audiovisuellen Informationen: Erweitert um Inhalte, die mit Computerressourcen erstellt, generiert, modifiziert oder verändert wurden.
  • Synthetisch generierten Informationen (SGI): KI-erstellte oder algorithmisch veränderte Inhalte, die real oder authentisch erscheinen, Personen oder Ereignisse darstellen und möglicherweise als von realen Ereignissen nicht unterscheidbar wahrgenommen werden.

Routinebearbeitung, Formatierung, Zugänglichkeitsverbesserungen, Farbkorrekturen oder legale Dokumentenvorbereitung sind ausgeschlossen, solange sie den zugrunde liegenden Inhalt nicht erheblich verzerren.

Erweiterung des Begriffs „Information“

Die Änderungen klären, dass jeder Verweis auf „Information“ unter den Bestimmungen zu illegalen Aktivitäten synthetisch generierte Informationen einbezieht. Dies stellt sicher, dass Deepfakes gleichwertig mit realen Inhalten im Rahmen der Haftungsbestimmungen des IT-Gesetzes behandelt werden.

Pflichten der Intermediäre

Intermediäre müssen nun:

  • Benutzer alle drei Monate über die rechtlichen Konsequenzen des Missbrauchs informieren.
  • Über Strafen gemäß der Bharatiya Nyaya Sanhita, 2023, informieren.
  • Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um illegalen SGI zu verhindern.

Verpflichtungen für bedeutende soziale Medienintermediäre (SSMIs)

Vor der Veröffentlichung von Benutzerinhalten müssen SSMIs:

  • Von den Benutzern verlangen, zu erklären, ob Inhalte synthetisch sind.
  • Überprüfungstools zur Validierung der Erklärungen einsetzen.

Verkürzte Compliance-Fristen

Die Änderungen verkürzen die Fristen für bestimmte Maßnahmen, einschließlich der Entfernung von Inhalten nach einer Regierungsanordnung.

Rechtliche und regulatorische Auswirkungen

Die Amendment Rules 2026 stellen Indiens strengste Regulierung von Deepfakes dar und führen technische Compliance-Standards für KI ein, indem sie die Moderation von Inhalten mit der Rückverfolgbarkeit von Metadaten kombinieren.

Fazit

Diese Änderungen transformieren die digitale Compliance in Indien, indem sie synthetische Informationen definieren, Kennzeichnung und Metadaten verlangen, Fristen für die Entfernung verschärfen und die Haftung der Intermediäre erweitern.

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