AI-Governance und die Warnung vor „Ethik-Washing“
Auf der 49. Jahreskonferenz des Institute of Chartered Secretaries and Administrators of Nigeria (ICSAN), die kürzlich in Lagos stattfand, erkannten mehrere Stakeholder die transformative Wirkung von Künstlicher Intelligenz (KI)-Systemen auf die Governance.
Die Rolle von Olajide Olugbade
Olajide Olugbade, ein Experte für KI-Governance mit langjähriger Erfahrung in der Unternehmensführung in Nigeria, sprach während der Konferenz, die das Thema „Reimagining Governance: Navigating the Artificial Intelligence Revolution for Excellence“ behandelte. Olugbade war zuvor Berater für Governance, Risiko und Compliance bei PricewaterhouseCoopers (PwC) Nigeria, wo er führende Unternehmen in verschiedenen Branchen beriet.
Aktuell wirkt er als Ethik- und Politik-Spezialist in einem mit 65 Millionen Dollar geförderten Projekt der US-Bundesregierung zur Integration von KI in die fortgeschrittene Fertigung. In dieser Rolle entwickelt er Governance-Rahmenwerke für KI, um Stakeholder bei der verantwortungsvollen Einführung von KI-Systemen zu unterstützen.
Die Bedeutung von Governance-Systemen
Olugbade betonte die Notwendigkeit effektiver Rechenschaftsmechanismen für die KI-Einführung. Er warnte vor einem Phänomen, das er „Ethik-Washing“ nennt. Dabei handelt es sich um die Praxis, dass Unternehmen öffentlich die Schaffung von Ethikbüros anpreisen, um sich als ethisch verantwortlich zu präsentieren, ohne dass diese Büros tatsächlich die Befugnis oder Kapazität haben, verantwortungsvolle Innovationen innerhalb der Organisation durchzusetzen.
Forderung nach effektiven Governance-Mechanismen
Um die KI-Einführung richtig zu gestalten, müssen Organisationen Unternehmensführungsmechanismen für die KI-Governance festlegen, die organisatorische Macht besitzen und eine zentrale Rolle in den Betriebsabläufen einnehmen können. Olugbade hebt hervor, dass solche Mechanismen es der Organisation ermöglichen sollten, effektiv mit Unsicherheiten in ihrer Umgebung umzugehen.
Relevanz der Expertise
Olugbades Fachwissen bleibt auf den höchsten Ebenen der KI-Governance, -Politik und -Ethik von Bedeutung. Bei seiner Arbeit für die RAND Corporation half er einer US-Regierungsbehörde, Barrieren für die Einführung von KI- und Machine-Learning-Fähigkeiten zu bewerten. Zudem ist er Mitglied des Vereinten Nations Network of Experts on AI und hat mit dem KI-Beratungsgremium des UN-Büros für digitale und aufkommende Technologien zur globalen KI-Governance beraten.
Olugbade arbeitet auch in einer Politikberatung zur Entwicklung von KI-Politiken in Uganda. Er ist erreichbar unter olugbadelijah@gmail.com.