Einhaltung des EU-AI-Gesetzes: Chancen für Unternehmen

Sicherstellung der Einhaltung des EU AI-Gesetzes

Das EU AI-Gesetz etabliert einen umfassenden regulatorischen Rahmen für Künstliche Intelligenz (KI) und verpflichtet Unternehmen, die in Europa tätig sind, neue Standards für Transparenz, Datenqualität und Bias-Reduktion zu erfüllen. Diese Regelungen treten in den kommenden Jahren schrittweise in Kraft.

Verpflichtungen der Unternehmen

Unternehmen müssen ihre KI-Lösungen nach Risikoniveau kategorisieren und die Einhaltung der Vorschriften durch sorgfältiges Datenmanagement, Designkontrollen, Risikomanagementprozesse und kontinuierliches Monitoring sicherstellen, um Vorurteile und Fehler zu minimieren.

Chancen durch das EU AI-Gesetz

Obwohl die Einhaltung als belastend erscheinen mag, bietet das EU AI-Gesetz auch Chancen für ein erhöhtes KI-Wissen innerhalb der Finanzteams. Dies ermöglicht ein besseres Verständnis und die Nutzung von KI zur Innovation und Unterstützung fundierter Entscheidungen.

Transparenz und Bias

Um Unternehmen zu helfen, ihre KI-Ambitionen mit dem neuen Gesetz in Einklang zu bringen, wurden die Auswirkungen auf Finanzanwendungen erläutert. Dabei wird betont, dass Transparenz und Dokumentation in KI-Systemen, insbesondere bei Zahlungen und Betrugserkennung, hohe Priorität haben.

Datenqualität und Governance

Ein weiterer wesentlicher Punkt des EU AI-Gesetzes ist die Datenqualität und Governance. Um die Einhaltung sicherzustellen, sollten Unternehmen folgende Aspekte beachten:

  • Datenmanagementverfahren: Implementierung von Protokollen für Datenakquisition, Sammlung, Analyse, Kennzeichnung, Speicherung und Aufbewahrung.
  • Design- und Entwicklungskontrollen: Systematische Maßnahmen zur Gestaltung, Überprüfung und Validierung von KI-Systemen.
  • Risikomanagementprozesse: Identifizierung, Bewertung und Minderung von Risiken, die mit dem Betrieb von KI-Systemen verbunden sind.
  • Gewährleistung der Dateneignung: Nutzung von Datensätzen, die relevant, repräsentativ, fehlerfrei und so vollständig wie möglich sind, um Vorurteile und Ungenauigkeiten zu minimieren.
  • Kontinuierliches Monitoring: Regelmäßige Bewertung der Datenqualität während des Lebenszyklus des KI-Systems zur frühzeitigen Erkennung und Behebung potenzieller Probleme.

Fazit

KI ist ein essentieller Dienst, der nun wie ein solcher reguliert werden muss. Unternehmen sollten sich darauf vorbereiten, dass ihre KI-Praktiken in gleicher Weise wie andere essentielle Arbeitsabläufe, wie beispielsweise Steuerangelegenheiten, geprüft werden.

Durch die neuen Vorschriften können positive Effekte erzielt werden, wie beispielsweise die Förderung des KI-Wissens innerhalb der Finanzteams. CFOs, die sich besser mit dieser Technologie auskennen, können potenzielle Anwendungsfälle identifizieren, um Innovationen voranzutreiben und die Entscheidungsfindung zu unterstützen.

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