Trump’s federal AI policy framework aims to undercut state laws
Das Weiße Haus versucht, etwas zu tun, das Washington selten gut macht: die Kontrolle über eine sich schnell entwickelnde Technologie zu übernehmen, bevor eine Welle von staatlichen KI-Gesetzen zu einem irreversiblen regulativen System erstarrt.
Die Verwaltung des US-Präsidenten hat heute ihren National Policy Framework for Artificial Intelligence: Legislative Recommendations veröffentlicht, ein Dokument, das weniger wie die Sicherheitspläne aussieht, die die Bundesstaaten zunehmend übernehmen, und mehr wie ein Handbuch zur Durchsetzung der föderalen Kontrolle über die KI-Governance.
Ein Versuch, fragmentierte staatliche Gesetze zu blockieren
Im Kern ist der Rahmen des Weißen Hauses ein Versuch, zu verhindern, dass ein regulatives System von Bundesstaat zu Bundesstaat zur Standardarchitektur der KI-Governance wird. Die Bundesstaaten sind bereits dabei, ihre eigenen KI-Gesetze zu entwerfen und zu verabschieden, da es an föderalen Maßnahmen mangelt. Je länger dies andauert, desto mehr werden diese Regeln zu einem fragmentierten regulativen System, das schwer abzuwickeln sein wird.
Das Herzstück der Strategie des Weißen Hauses ist die föderale Präemption, ein rechtlicher Mechanismus, der es dem Kongress ermöglichen würde, staatliche KI-Gesetze zu überstimmen und einen einheitlichen nationalen Standard zu etablieren.
Eine Strategie für einen blockierten Kongress
Der Kongress hat jahrelang über die Regulierung von KI debattiert, ohne ein umfassendes Rahmenwerk zu schaffen. Das Weiße Haus versucht, diese Blockade zu durchbrechen, indem es seinen Vorschlag mit Maßnahmen zum Online-Schutz von Kindern kombiniert, einem der wenigen Bereiche, in denen eine parteiübergreifende Einigung noch möglich ist.
Der Rahmen organisiert seine substantiellen Vorschläge um das, was er die „4 Cs“ nennt: Kinder, Schöpfer, Konservative und Gemeinschaften. Die erste Säule des Rahmens besagt: „KI-Dienste und -Plattformen müssen Maßnahmen ergreifen, um Kinder zu schützen und Eltern zu ermächtigen, die digitale Umgebung und Erziehung ihrer Kinder zu kontrollieren.“
Deregulierung und deren Folgen
Im gesamten Strategie-Dokument betont die Verwaltung, dass die KI-Politik „minimale Belastungen“ mit sich bringen sollte und einen sanften Ansatz zur Regulierung bevorzugt. Eine der Säulen der Strategie besagt: „Die Vereinigten Staaten müssen die Welt in der KI anführen, indem sie Barrieren für Innovationen abbauen, die Einführung von KI-Anwendungen über Sektoren hinweg beschleunigen und den breiten Zugang zu den Testumgebungen sicherstellen, die erforderlich sind, um erstklassige KI-Systeme aufzubauen.“
Ein System, das sich auf Haftung konzentriert, verschiebt die Durchsetzung von Regulierungsbehörden zu den Gerichten. Ein haftungsorientiertes System erzeugt Standards durch Rechtsstreite anstelle von Regelsetzung und begünstigt Unternehmen mit den Ressourcen, um rechtliche Risiken zu absorbieren, was möglicherweise die Konsolidierung im KI-Sektor beschleunigt.
Die Strategie des Ersten Verfassungszusatzes
Ein besonders wichtiger Aspekt des Rahmens ist die Betonung des Schutzes von KI-Ausgaben als eine Form der Rede. Die Verwaltung schlägt vor, dass bestimmte Arten von Regulierung, insbesondere solche, die eine Veränderung oder Einschränkung von Ausgaben erfordern würden, möglicherweise Bedenken hinsichtlich des Ersten Verfassungszusatzes aufwerfen.
Diese Erklärungen spiegeln einen strategischen Schritt wider, die KI-Politik im Rahmen der Verfassung zu verankern. Wenn die Gerichte diese Einordnung akzeptieren, könnte dies den Umfang zukünftiger Regulierung erheblich einschränken, insbesondere in Bereichen wie Fehlinformationen, Bias-Reduzierung und Inhaltsmoderation.
Der Kongress als schwächstes Glied
Trotz aller Ambitionen hängt der Rahmen von einer einzigen Institution, dem Kongress, ab, der bisher gespalten und zögerlich bleibt, während sich KI-Technologien weiterentwickeln. Während die Exekutive des Staates die Richtung vorgeben, mit Verbündeten koordinieren und Druck durch Durchsetzung und Finanzierung ausüben kann, kann sie nicht allein einen bindenden nationalen Standard schaffen oder vollständig die staatlichen Gesetze präemptieren.
Progressive und Demokraten im Kongress lehnen den Versuch ab, eine föderale Präemption oder ein Moratorium für staatliche KI-Gesetzgebung zu schaffen. Sie argumentieren, dass jede auf Bundesebene erlassene Gesetzgebung, anstatt staatliche Maßnahmen zu blockieren, sich darauf konzentrieren sollte, einen starken bundesstaatlichen Schutz zu etablieren, einschließlich Verbote der gefährlichsten Anwendungen von KI, während die staatliche Autorität erhalten bleibt, um neue Schäden weiter zu adressieren.
Diese Spannung zwischen einem föderalen Rahmen, der die Bundesstaaten außer Kraft setzt, und einem, der auf ihnen aufbaut, wird voraussichtlich die nächste Phase des KI-Politikstreits in Washington prägen.