Südkorea verabschiedet die ersten KI-Gesetze der Welt: Visionär oder töricht?
Das AI Basic Act von Südkorea kann sowohl als mutiger erster Schritt in der KI-Governance als auch als ein Schritt interpretiert werden, der die Entwicklung von KI behindern könnte.
Einleitung
In einer stark polarisierten Welt herrscht nahezu Einigkeit darüber, dass die meisten Menschen, abgesehen von den Technologieunternehmen, eine Regulierung der KI wünschen. Dennoch sind bisherige Versuche, dies umzusetzen, gescheitert – bis jetzt. Kürzlich wurde Südkorea das erste Land, das ein umfassendes Gesetz zur Regulierung von KI verabschiedete.
Das Gesetz
Am 22. Januar trat in Südkorea das Rahmengesetz über die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und die Schaffung von Vertrauen in Kraft, oft als AI Basic Act bezeichnet. Seoul bewertet es als den weltweit ersten umfassenden Rechtsrahmen für KI. Dieses Gesetz markiert nicht nur eine nationale Richtungsänderung, sondern kann auch als strategischer Schritt einer bedeutenden Technologieökonomie gesehen werden, globale Normen und Gesetze mitzugestalten und ihre Position in der Zukunft der KI zu sichern.
Globale Implikationen
Diese entscheidende Bewegung zielt darauf ab, Südkorea in die „AI G3“ neben USA und China zu bringen und einen ersten Vorteil bei der Festlegung globaler Standards zu erlangen. Dies geschieht zu einer Zeit, in der fortgeschrittene Volkswirtschaften ebenfalls ihre eigenen Standards und Normen entwickeln.
Schlussfolgerung
Die Verabschiedung des AI Basic Act könnte sowohl Chancen als auch Risiken für die Entwicklung und den Einsatz von KI mit sich bringen. Es bleibt abzuwarten, wie dieses Gesetz die globale KI-Landschaft beeinflussen wird und ob es als Modell für andere Länder dienen kann.