Washingtoner Gesetzgeber diskutieren über KI-Regulierungen amid Tech-Widerstand
Die Gesetzgeber im Bundesstaat Washington erwägen neue Vorschriften für künstliche Intelligenz (KI), da die Bedenken über Deepfakes, die Sicherheit von Chatbots und Diskriminierung durch automatisierte Systeme zunehmen.
Einführung neuer Gesetze
Während einer Anhörung des Hauskomitees berichtete ein Schüler, dass künstliche Intelligenz zunehmend realistischer wird. Er forderte klarere Grenzen, damit die Öffentlichkeit erkennen kann, welcher Inhalt real und welcher KI-generiert ist.
Ein unterstützender Vorschlag, das House Bill 1170, würde Unternehmen, die generative KI anbieten und mehr als eine Million Nutzer haben, dazu verpflichten, ein KI-Erkennungstool bereitzustellen und offenzulegen, wenn Inhalte künstlich generiert wurden, beispielsweise durch ein Wasserzeichen. Vertreter der Technologiebranche lehnen das Gesetz ab und argumentieren, dass es keinen zuverlässigen Weg gibt, KI-Inhalte zu erkennen, und dass Offenlegungen leicht entfernt werden können.
Regulierungen für Chatbots
Ein weiterer Vorschlag, das House Bill 2225, konzentriert sich auf die Nutzung von KI-Chatbots durch Minderjährige. Das Gesetz würde Betreiber von Chatbots verpflichten, junge Nutzer klar darüber zu informieren, dass die Systeme keine Menschen sind, sexuell explizite oder anstößige Inhalte zu beschränken und manipulative Interaktionen zu verbieten, die emotionale Bindungen aufbauen sollen. Zudem müssen Unternehmen auf Anzeichen von Selbstmordgedanken reagieren, indem sie Nutzer an Krisenressourcen verweisen.
Unterstützer des Gesetzes betonen, dass es notwendig ist, nachdem Berichte vorliegen, dass einige Chatbots zu Selbstverletzungen angeregt haben. Die Technologiebranche warnt jedoch, dass das Gesetz Unternehmen einer umfassenden Haftung im Rahmen des Verbraucherschutzgesetzes des Bundesstaates aussetzen könnte. Falls genehmigt, würde das Gesetz 2027 in Kraft treten.
Diskriminierungsschutz
Die Gesetzgeber erwägen auch das House Bill 2157, das Schutzmaßnahmen gegen Diskriminierung bei KI-gesteuerten Entscheidungen in Bereichen wie Einstellung, Wohnungswesen, Krediten und Versicherungen fordern würde. Befürworter argumentieren, dass staatliche Aufsicht notwendig ist, da die bundesstaatliche Regulierung unsicher bleibt, während Geschäftsgruppen warnen, dass der Vorschlag die Nutzung von KI insgesamt entmutigen könnte.
Die Hauskomitees werden voraussichtlich diese Woche über mehrere der Maßnahmen abstimmen.