Verantwortungsvoll mit Generativer KI: Die Vision der niederländischen Datenschutzbehörde

„Verantwortungsvoll vorwärts“: Die Vision der niederländischen Datenschutzbehörde zu generativer KI

Heute hat die niederländische Datenschutzbehörde (AP) eine regulatorische Stellungnahme zu generativer KI veröffentlicht. Am 4. Februar wurde das Vision-Dokument „Verantwoord Vooruit: AP-visie op generatieve AI“ vorgestellt, das darlegt, wie Organisationen generative künstliche Intelligenz rechtmäßig unter der DSGVO entwickeln und einsetzen können.

Das Dokument ist mehr als nur eine intellektuelle Übung. Es signalisiert die regulatorischen Prioritäten der AP für KI-Chatbots, Bildgeneratoren und andere allgemeine KI-Modelle. Die Botschaft der Behörde ist klar: Innovation ist willkommen, aber nicht auf Kosten grundlegender Rechte.

Wichtige Sicherheitsvorkehrungen

Um einen verantwortungsvollen Einsatz von KI zu fördern, schlägt die AP eine Reihe technischer und organisatorischer Sicherheitsvorkehrungen vor, die eng mit den Prinzipien der DSGVO und aufkommenden Best Practices übereinstimmen:

  1. Transparente Systemgestaltung und -betrieb
    Transparenz ist ein Leitmotiv der Vision der AP. KI-Entwickler und -Anbieter sollten sicherstellen, dass generative KI-Anwendungen klar erkennbar sind und sich einer weiteren Analyse unterziehen lassen, indem sie beispielsweise Dokumentationen bereitstellen, die die Fähigkeiten, Einschränkungen und potenziellen Verzerrungen der KI erklären.
  2. Risikoabschätzungen und -minderung
    Vor und während des Einsatzes von KI sind gründliche Risikoabschätzungen durchzuführen, einschließlich Datenschutz-Folgenabschätzungen (DPIAs) und Grundrechts-Folgenabschätzungen gemäß dem KI-Gesetz. Die AP erwartet von Organisationen, dass sie die Datenschutz-, Bias- und Sicherheitsrisiken, die generative KI darstellen kann, proaktiv angehen.
  3. Klare Zweckbindung und rechtliche Grundlage
    Organisationen müssen einen spezifischen, eindeutigen Zweck für die Verarbeitung personenbezogener Daten durch KI definieren und eine gültige rechtliche Grundlage gemäß der DSGVO für diese Verarbeitung identifizieren.
  4. Kontrollierte Umgebungen und robuste Datenverwaltung
    Die AP fordert Organisationen auf, die Kontrolle über die Umgebungen, in denen KI-Systeme betrieben werden, und die Daten, die sie verarbeiten, aufrechtzuerhalten. Dies könnte bedeuten, Modelle auf sicheren, EU-basierten Infrastrukturen zu hosten und strenge Zugriffskontrollen durchzusetzen.
  5. Rechtmäßigkeit von der Entwicklung bis zur Bereitstellung
    Die AP macht deutlich, dass sowohl die Entwicklung als auch die Bereitstellung von KI-Modellen mit der DSGVO übereinstimmen müssen. KI-Entwickler benötigen eine legitime Grundlage zur Erhebung und Nutzung personenbezogener Daten für das Training.

Erwartete Verantwortlichkeiten

Die Vision betont, dass Organisationen die Verantwortung für die sicherheitsbewusste Nutzung von generativer KI tragen. Die AP erwartet von Unternehmen, dass sie eine robuste interne Governance über den gesamten Lebenszyklus der KI etablieren.

Zukünftige Leitlinien und Koordination

Um generative KI in die richtige Richtung zu lenken, wird die AP im Jahr 2026 weitere Leitlinien und Werkzeuge einführen, darunter:

  • Endgültige Leitlinien zu generativer KI und Datenschutz.
  • Ein KI-Hilfsdienst, der Entwicklern und Nutzern ermöglicht, Fragen zu stellen und Bedenken zu äußern.
  • Ein regulatorischer Sandbox zur Förderung konformer Innovationen.

Die Vision der AP zu generativer KI kündigt eine Ära strukturierterer Aufsicht über KI-Technologien an. Unternehmen können damit rechnen, dass die AP im Jahr 2026 konkrete Leitlinien veröffentlicht und verstärkt Engagement zeigt, um bewährte Praktiken im Bereich der KI zu fördern.

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