Utah genehmigt KI-basierte Rezeptverlängerungen
Utah hat eine Richtlinie herausgegeben, die es einem künstlichen Intelligenzsystem (KI) ermöglicht, bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente autonom zu verlängern, unter staatlicher Aufsicht. Obwohl der Umfang begrenzt ist, stellt diese politische Maßnahme eine bedeutende regulatorische Entwicklung dar und wirft wichtige Fragen für Apotheken und Anbieter auf, die bundesstaatliche Grenzen überschreiten.
Schlüsselelemente der Utah-Richtlinie
Utah hat ein KI-System autorisiert, um die Reaktionen der Patienten zu bewerten und bestehende Rezepte ohne die direkte Einbeziehung eines menschlichen Arztes zu verlängern. Diese Autorität gilt nur für Rezeptverlängerungen, nicht für die Erstverschreibung. Die Richtlinie wurde von einer staatlichen Exekutivbehörde im Rahmen eines definierten Pilotprogramms mit klaren Aufsichts- und Bewertungsparametern herausgegeben.
Warum das auch außerhalb Utahs von Bedeutung ist
Die meisten bundesstaatlichen Apotheken- und medizinischen Praxisgesetze setzen voraus, dass Rezepte von lizenzierten menschlichen Praktikern gemäß den jeweiligen Vorschriften ausgestellt werden. Die Gesetze verlangen von den Praktikern, dass sie eine Lizenz erhalten und aufrechterhalten. Fortschritte in der KI haben einige Bundesstaaten dazu veranlasst, Gesetze zu erlassen, um Praktiker zu schützen und sicherzustellen, dass Lizenzen an Menschen gebunden bleiben. Utahs richtlinienbasierter Ansatz schafft Unsicherheit für Apotheken außerhalb Utahs, die möglicherweise KI-generierte Rezepte in Bundesstaaten empfangen oder übertragen, die nicht ausdrücklich die Beteiligung von KI an Verschreibungen oder Verlängerungen geregelt haben.
Fragen für die Branche
Gültigkeit über Bundesstaatgrenzen hinweg: Wie sollten Apotheken ein durch KI gemäß der Utah-Richtlinie generiertes Rezept bewerten, wenn sie in einem anderen Bundesstaat ausgeben? Ist ein solches Rezept gültig, ungültig oder rechtlich mehrdeutig in Bundesstaaten, die die Verschreibungsbefugnis von KI nicht anerkannt haben?
Definitionen und Umfang von Verschreibern: Schließen die bestehenden gesetzlichen Definitionen von „Verschreiber“ oder „Praktiker“ KI aus, wenn nicht ausdrücklich eine gesetzliche Genehmigung erteilt wird? Werden einige Bundesstaaten reagieren, indem sie Gesetze oder Regeln erlassen, die vorschreiben, dass Rezepte nur von lebenden, lizenzierten Menschen ausgestellt werden dürfen?
Apothekenabgabe und Übertragungen: Wie gilt die Verantwortung des Apothekers, wenn die Verlängerungsentscheidung von KI getroffen wird? Können durch KI erneuerte Rezepte über Staatsgrenzen hinweg übertragen werden, und sollten empfangende Apotheken sie anders behandeln?
Aufzeichnungen und Transparenz: Wie werden Rezeptaufzeichnungen widerspiegeln, dass eine Verlängerung von KI gemäß der Richtlinie der Behörde ausgestellt wurde? Werden Apotheken in der Lage sein, die Beteiligung von KI für Compliance-, Audit- oder Durchsetzungszwecke leicht zu identifizieren?
Blick nach vorn
Die politikgetriebene Pilotinitiative Utahs wird voraussichtlich eine breitere regulatorische Diskussion anstoßen. Andere Bundesstaaten könnten ähnliche exekutive oder abteilungsinterne Maßnahmen in Betracht ziehen, während einige möglicherweise versuchen, die Beteiligung von KI ohne gesetzliche Genehmigung einzuschränken oder zu verbieten. Utahs Ansatz scheint in Konflikt mit kürzlichen bundesstaatlichen Exekutivbefehlen zu stehen, die darauf abzielen, Unterschiede in der KI-Regulierung auf staatlicher Ebene zu verhindern.
Insgesamt werfen diese Entwicklungen eine grundlegende Frage für die Akteure im regulierten Gesundheitswesen auf: Ob die Befugnis zur Verschreibung und Verlängerung durch KI letztendlich durch staatliche politische Initiativen oder durch ein einheitliches bundesstaatliches Regime bestimmt wird. Bis diese Frage geklärt ist, sehen sich Apotheken und Anbieter, die bundesweit tätig sind, einem erhöhten Compliance-Risiko gegenüber, wenn sie sich auf durch staatenspezifische KI-Autorisierungen generierte Rezepte verlassen.