Utah erweitert Sicherheitsvorschriften für Kinder auf KI
Utahische Gesetzgeber drängen erneut in den Bereich der Technologie-Regulierung, diesmal mit dem Fokus auf fortschrittliche Künstliche Intelligenz (KI) und öffentliche Sicherheit.
Einführung des Gesetzes
Ein Gesetzesentwurf wurde eingeführt, der die größten KI-Unternehmen in Utah dazu verpflichten würde, öffentlich offenzulegen, wie sie ernsthafte Risiken im Zusammenhang mit ihren Systemen bewerten und mindern, insbesondere solche, die Kinder betreffen.
Inhalte des Gesetzes
Der Gesetzesentwurf verlangt von den betroffenen KI-Unternehmen:
- Öffentliche Sicherheits- und Kinderschutzpläne zu erstellen und zu veröffentlichen, die erklären, wie sie schwerwiegende KI-bezogene Risiken bewerten und mindern.
- Diese Pläne in der Praxis zu befolgen, anstatt sie als freiwillige Verpflichtungen zu behandeln.
- Wichtige Vorfälle im Zusammenhang mit der KI-Sicherheit zu melden.
- Keine Repressalien gegen Mitarbeiter zu verhängen, die interne Bedenken äußern oder Mängel melden.
Regulatorische Lücke schließen
Befürworter des Gesetzes argumentieren, dass dieses Gesetz eine regulatorische Lücke schließt. Während viele KI-Unternehmen freiwillig interne Sicherheitsrahmen angenommen haben, verlangt Utah derzeit nicht, dass sie diese Bemühungen dokumentieren oder offenlegen.
Transparenz im Fokus
Das Gesetz zielt darauf ab, keine neue Regulierungsbehörde zu schaffen oder spezifische technische Standards vorzuschreiben. Stattdessen konzentriert es sich auf Transparenz und zwingt Unternehmen, öffentlich zu erklären, wie sie Sicherheitsrisiken im Umgang mit KI-Systemen angehen.
Öffentliche Unterstützung
Die Ankündigung des Gesetzes wird von einer landesweiten Umfrage begleitet, die zeigt, dass 90 % der Wähler in Utah die Einführung von Sicherheitsprotokollen für KI-Entwickler unterstützen, um Kinder zu schützen.
Reichweite und Durchsetzung
Der Gesetzesentwurf definiert klare Grenzen sowohl hinsichtlich des Anwendungsbereichs als auch der Durchsetzung. Er gilt nur für große KI-Entwickler, die fortschrittliche KI-Modelle mit mindestens 1026 Rechenoperationen trainiert haben und im vorherigen Jahr einen Umsatz von mindestens 500 Millionen US-Dollar erzielt haben.
Die Durchsetzung obliegt dem Generalstaatsanwalt von Utah, der zivilrechtliche Schritte gegen Unternehmen einleiten kann, die gegen das Gesetz verstoßen. Es sind Geldstrafen von bis zu 1 Million US-Dollar für eine erste Verletzung und bis zu 3 Millionen US-Dollar für nachfolgende Verstöße vorgesehen.
Ausblick
Der Gesetzesentwurf wird heute im Ausschuss für wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitskräfte des Repräsentantenhauses geprüft. Wenn der Gesetzesentwurf aus dem Ausschuss vorankommt, rückt er näher an eine vollständige Abstimmung im Repräsentantenhaus heran.