USA und China lehnen Verantwortungserklärung zu militärischer KI ab

Der dritte Gipfel zur verantwortungsvollen Nutzung von Künstlicher Intelligenz im militärischen Bereich fand in A Coruña, Spanien, statt. Bei dem Treffen wurde erörtert, wie militärische Künstliche Intelligenz zur Stärkung des internationalen Friedens und der Sicherheit eingesetzt werden kann und wie Risiken durch unverantwortliche Nutzung oder Systemfehler vermieden werden können.

Ein Vertreter Chinas erläuterte das Konzept der „menschenzentrierten militärischen Künstlichen Intelligenz“. Alle Länder sollen eine verantwortungsvolle Haltung einnehmen, sich von der Besessenheit absoluter militärischer Vorteile abwenden und die strategische Balance sowie Stabilität wahren. Weiterhin sollen die Prinzipien des „AI for good“ beachtet werden, um militärische Anwendungen zu fördern, die dem Frieden und der Sicherheit dienen.

Die militärische Intelligenz ist ein bedeutender Trend in der Entwicklung der Streitkräfte weltweit. Die verantwortungsvolle Nutzung von Künstlicher Intelligenz im militärischen Bereich betrifft die gemeinsame Zukunft der Menschheit. China fordert eine globale Governance-Philosophie, die auf umfassender Konsultation, gemeinsamer Mitwirkung und geteilten Vorteilen basiert.

85 Länder nahmen am Gipfel teil. Nach zwei Tagen Gesprächen verabschiedete etwa ein Drittel der teilnehmenden Länder eine gemeinsame Erklärung zur Regulierung des Einsatzes von KI-Technologien im Krieg. Jedoch unterzeichneten nur 35 Länder die Erklärung; China und die USA waren nicht darunter.

Die USA lehnten die Unterzeichnung ab, da sie befürchten, dass internationale Regeln die schnelle technologische Entwicklung und militärische Flexibilität einschränken könnten. Gleichzeitig sind die USA sensibel bezüglich der Regelungsautorität und möchten keine Standards mit nicht „gleichgesinnten“ Ländern innerhalb eines multilateralen Rahmens gestalten.

China hingegen bezweifelt die vagen Formulierungen von Prinzipien wie „verantwortungsvolle Nutzung“ und sieht in den bestehenden Rahmenbedingungen eine Gefahr der Festigung westlicher technologischer Hegemonie. China verfolgt einen Ansatz, der Multilateralismus betont und fordert, dass internationale Regeln Sicherheit und Entwicklung in Einklang bringen.

Beide Länder sehen in der Erklärung strukturelle Hindernisse, die eine Unterzeichnung erschweren. Militärische KI umfasst sensible Verteidigungsgeheimnisse, was die Verifizierung und Durchsetzung internationaler Regeln schwierig macht. Zudem übersteigt die Geschwindigkeit technologischer Entwicklungen oft die Regelungszyklen, wodurch die Erklärung als unvollständig und ohne praktische bindende Kraft betrachtet wird.

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