AI-Trends für 2026 – Verschiebung der Urheberrechtsstreitigkeiten von Trainingsdaten zu KI-Ausgaben
Die Urheberrechtsstreitigkeiten im Bereich KI setzen sich fort, und die Gesamtzahl der Fälle könnte im Jahr 2026 ihren Höhepunkt erreichen. Im Jahr 2025 wurden die frühesten Entscheidungen zu den Fair-Use-Argumenten bezüglich des KI-Trainings in Fällen getroffen, die Meta und Anthropic betreffen. Im Jahr 2026 werden die Gerichte aufgefordert, Entscheidungen in KI-Trainingsfällen zu treffen, die unter anderem OpenAI und Google betreffen.
Entwicklung eines richterlichen Konsenses
Ein richterlicher Konsens entwickelt sich dahingehend, dass das Training eines allgemeinen KI-Modells als hochtransformativ angesehen wird, was ein Faktor ist, der die Feststellung des Fair Use begünstigt. Allerdings sind andere Fragen Gegenstand scharfer Meinungsverschiedenheiten zwischen den Gerichten, und es ist unwahrscheinlich, dass 2026 endgültige Antworten auf die Urheberrechtsfragen zum KI-Training gebracht werden.
Neue Fälle und der Fokus auf Ausgaben
Neue Fälle, wie das Verfahren von Disney gegen Midjourney, beginnen den Fokus von der anfänglichen Erfassung von Trainingsdaten oder dem Trainingsprozess selbst auf Ansprüche zu verlagern, die die Neigung von Modellen betreffen, Ausgaben zu erzeugen, die als verletzend angesehen werden. Diese Fälle erfordern eine individualisierte Analyse bestimmter Ausgaben, was sie als weniger attraktive Kandidaten für eine Sammelklage erscheinen lässt als die trainingsbezogenen Fälle.
Komplexität der Verantwortung
Fälle über Ausgaben werfen noch komplexere Fragen darüber auf, wer für die angeblich verletzende Natur der Ausgabe verantwortlich ist – das Unternehmen, das das Modell trainiert hat, das Unternehmen, das das Produkt entworfen hat, das das Modell nutzt, der Benutzer, der mit diesem Dienst interagiert hat, oder eine Kombination aus alledem. Die Komplexität dieses Bereichs unterstreicht die Bedeutung einer klaren Zuordnung der Verantwortung in kommerziellen Vereinbarungen für generative KI-Produkte und -Dienstleistungen.
Fazit
Die Entwicklungen im Bereich der Urheberrechtsstreitigkeiten rund um KI werden auch im Jahr 2026 entscheidend sein. Es bleibt abzuwarten, wie die Gerichte mit den neu aufkommenden Fragen umgehen und welche Standards sich in der Branche entwickeln werden.