EU AI Act: Verzögerung der Richtlinien schafft Unsicherheiten in der Compliance
Die Europäische Kommission hat eine wichtige Frist verpasst, um Richtlinien zur Klassifizierung von hochriskanten KI-Systemen gemäß dem EU AI Act zu veröffentlichen. Diese Verzögerung sorgt für Unsicherheiten bezüglich der Umsetzung des wegweisenden Gesetzes.
Hintergrund der Verzögerung
Die Richtlinien zu Artikel 6, der hochriskante KI-Systeme und strengere Compliance-Regeln definiert, sollten Anfang Februar bereitgestellt werden. Beamte haben jedoch angedeutet, dass das Feedback noch integriert wird, wobei ein überarbeiteter Entwurf später in diesem Monat erwartet wird. Die endgültige Annahme könnte sich möglicherweise bis in den Frühling verzögern.
Auswirkungen auf Unternehmen und Regulierungsbehörden
Die Verzögerung folgt Warnungen, dass Regulierungsbehörden und Unternehmen auf die komplexesten Regeln des Gesetzes, die ab August in Kraft treten sollen, unvorbereitet sind. Brüssel hat angedeutet, die Verpflichtungen für hochriskante KI-Systeme im Rahmen des Digital Omnibus-Pakets zu verschieben, da es an abgeschlossenen Standards und rechtlicher Klarheit mangelt.
Stimmen aus der Industrie
Branchenverbände fordern eine Verschiebung der Durchsetzung, bis die Richtlinien und Standards finalisiert sind. Einige Gesetzgeber warnen jedoch, dass wiederholte Verzögerungen das Vertrauen in den KI Act untergraben könnten. Kritiker warnen, dass weitere Änderungen die Unsicherheit vertiefen könnten, wenn vorgeschlagene Überarbeitungen scheitern oder bestehende Zeitpläne stören.
Schlussfolgerung
Die Unsicherheiten rund um den EU AI Act könnten sowohl Unternehmen als auch Regulierungsbehörden betreffen. Eine klare und rechtzeitige Kommunikation der Richtlinien ist entscheidend, um die Compliance und das Vertrauen in die Regelungen zu gewährleisten.