UK-Regierung stärkt KI- und Online-Sicherheitsvorschriften zum Schutz von Kindern
Die britische Regierung plant, die Online-Sicherheitsgesetze zu verschärfen, um Kinder zu schützen. Der Premierminister warnte, dass Technologieunternehmen für illegale KI-Inhalte verantwortlich gemacht werden und versprach, eine regulatorische Lücke bei Chatbots zu schließen.
Neue Vorschriften für KI-Chatbots
Nach den Vorschlägen würden Anbieter von KI-Chatbots in den Geltungsbereich des Online-Sicherheitsgesetzes 2023 aufgenommen. Dies bedeutet, dass sie die gleichen Pflichten wie soziale Medien einhalten müssen, um illegale Inhalte zu verhindern, andernfalls drohen Durchsetzungsmaßnahmen.
Öffentliche Konsultation und Altersbeschränkungen
Die Minister planen eine öffentliche Konsultation darüber, ob ein Mindestalter für den Zugang zu sozialen Medien eingeführt werden soll und ob süchtig machende Funktionen wie endloses Scrollen eingeschränkt werden sollen. Ähnliche Maßnahmen wurden bereits in Spanien, Griechenland und Slowenien untersucht, nachdem Australien das erste Land wurde, das unter 16-Jährigen den Zugang zu sozialen Medien untersagte.
Schließung von rechtlichen Lücken
Die Regierung plant zudem, eine rechtliche Lücke im Online-Sicherheitsgesetz zu schließen, die derzeit eins-zu-eins-Chatbot-Interaktionen von Sicherheitsregeln ausschließt. Die Technologie-Ministerin betonte, dass einige Kinder Beziehungen zu KI-Systemen aufbauen, die nicht mit der Sicherheit von Kindern konzipiert wurden.
Verantwortung der Technologieunternehmen
Unter den Vorschlägen wären Technologieunternehmen verpflichtet, sicherzustellen, dass ihre Systeme den britischen Gesetzen entsprechen. Ministerien ziehen auch Maßnahmen wie automatische Datenaufbewahrungsanordnungen im Falle des Todes eines Kindes, Einschränkungen für „Fremdverknüpfungen“ beim Spielen und Beschränkungen beim Versenden oder Empfangen von Nacktbildern in Betracht.
Forderung nach schnellem Handel
Der Premierminister erklärte, das Gesetz müsse mit der sich schnell entwickelnden Technologie Schritt halten, und dass Großbritannien in der Online-Sicherheit eine Führungsrolle übernehmen sollte. Die Beamten versprachen, schnell zu handeln, um die Online-Welt sicherer zu machen.
Kritik und Herausforderungen
Kritiker begrüßen den Fokus auf den Kinderschutz, warnen jedoch, dass die Durchsetzung herausfordernd sein könnte und dass Einschränkungen schädliches Verhalten in weniger regulierte Bereiche des Internets drängen könnten. Experten betonen, dass die Regulierung von KI aufgrund der schnellen technologischen Veränderungen schwierig bleibt.
Ein Fachmann für Medientechnologie wies darauf hin, dass die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen Schwierigkeiten haben, mit den sich schnell entwickelnden KI-Systemen Schritt zu halten. Er betonte, dass die Verantwortung der Unternehmen entscheidend sei, um sicherzustellen, dass Schutzmaßnahmen effektiv sind.
Schlussfolgerung
Die aktualisierte Herangehensweise an die Online-Sicherheitsgesetze, insbesondere im Hinblick auf künstliche Intelligenz, zeigt, wie komplex und dynamisch dieser Bereich ist. Rechtliche Sicherheitsvorkehrungen sind wichtig, doch könnten sie allein nicht ausreichen, um Kinder vor Online-Gefahren zu schützen.