Bericht des UK Treasury Committees äußert Bedenken über den aktuellen Ansatz zur KI im Finanzwesen
Das UK Treasury Select Committee hat einen Bericht über Künstliche Intelligenz (KI) im Finanzwesen veröffentlicht. Der Bericht äußert Bedenken, dass die Bank von England, die UK Financial Conduct Authority (FCA) und das HM Treasury (HMT) Verbraucher und das breitere Finanzsystem potenziell ernsthaften Schäden aussetzen, indem sie einen „Abwarten und Sehen“-Ansatz für KI im Finanzwesen beibehalten.
Mit über 75 % der britischen Finanzdienstleistungsunternehmen, die nun KI nutzen, insbesondere Versicherungen und internationale Banken, erkennt das Committee die potenziellen Vorteile für die Verbraucher an, kommt jedoch zu dem Schluss, dass die Aufsichtsbehörden nicht genug tun, um aufkommende Risiken zu mindern.
Empfehlungen des Berichts
Der Bericht empfiehlt, dass: (i) die Bank von England und die FCA spezifische Stresstests für KI durchführen, um die Bereitschaft der Unternehmen auf KI-gesteuerte Marktschocks zu überprüfen; (ii) die FCA bis zum Jahresende umfassende praktische KI-Leitlinien für Unternehmen veröffentlicht, die abdecken: (a) wie die bestehenden Verbraucherschutzregeln auf die Nutzung von KI angewendet werden, und (b) Verantwortung und das Maß an Gewissheit, das von Führungskräften im Rahmen des Senior Managers and Certification Regime für Schäden, die durch die Verwendung von KI verursacht werden, erwartet wird; und (iii) das HMT bis zum Jahresende die großen KI- und Cloud-Anbieter als kritische Drittparteien im Rahmen des Critical Third Parties Regime einstufen muss.
Das Committee stellt fest, dass unklar ist, warum das HMT zögerlich ist, die neuen Befugnisse zu nutzen, die ihm zur Verfügung stehen, und weist darauf hin, dass das Regime vor über einem Jahr eingerichtet wurde. Es empfiehlt ferner, dass das Financial Policy Committee der Bank von England den Fortschritt des Regimes überwacht und, falls erforderlich, seine Empfehlungskraft gegenüber dem HMT nutzt, um eine zügige Umsetzung sicherzustellen.