Überregulierung von KI in Europa vermeiden
Es ist kein Geheimnis, dass europäische Regierungen dazu neigen, überregulierend zu sein. Im vergangenen Jahr, besorgt über aufkommende KI-Technologien, haben die europäischen Gesetzgeber ihre regulatorischen Gewohnheiten noch weiter verschärft. Sie haben einen Ansatz gewählt, der als „regulieren zuerst, innovieren später“ bekannt ist.
Der europäische Ansatz
Statt auf technologische Innovationen zu warten und dann mit geeigneten Regelungen zu reagieren, entschied die Europäische Kommission, als erste große Regulierungsbehörde präventiv zu regulieren, bevor Innovationen sichtbar wurden. Dieser Ansatz birgt das Risiko wirtschaftlicher Selbstsabotage.
Die Idee hinter den neuen EU-Regeln war es, Verpflichtungen für KI-Unternehmen basierend auf den vermuteten Risikofaktoren ihrer Produkte aufzuerlegen. Doch Risikofaktoren im Voraus in Bezug auf Rechte zu bewerten, ist äußerst schwierig. Die Kosten zu bestimmen, bevor spürbare Schäden aufgetreten sind, ist ein komplexer Prozess, den die meisten Unternehmen nicht bewältigen können.
Folgen der Regulierung
Die EU-Gesetzgebung sieht vor, dass Unternehmen, die als „hochriskant“ eingestuft werden, mit Geldstrafen von bis zu 15 Millionen Euro oder bis zu drei Prozent ihres globalen Umsatzes bestraft werden können – je nachdem, was höher ist. Während viele Vorschriften aus Abneigung gegen große Technologieunternehmen motiviert sind, begünstigen sie oft genau diese großen Firmen, die die Kosten der Regulierung besser tragen können als Start-ups.
Die übermäßige Regulierung schränkt die Wettbewerbsfähigkeit ein und schadet letztlich den Verbrauchern, die von erhöhtem Wettbewerb und besseren Produkten profitieren. Zu viele Compliance-Verpflichtungen garantieren, dass nur wenige der größten Unternehmen überleben können.
Vergleich mit Datenschutzbestimmungen
Die KI-Regulierung in Europa ähnelt den allgemeinen Datenschutzbestimmungen, die eingeführt wurden, um den Schutz persönlicher Daten zu gewährleisten. Studien zeigen, dass diese Vorschriften große Plattformen begünstigt haben, die die Kosten besser absorbieren konnten, was zu einem Rückgang des Wettbewerbs führte.
In den USA hingegen hat sich die private Investition in KI rasant entwickelt, während sie in Europa stagniert. Im Jahr 2024 wurden mehr als 29 Milliarden US-Dollar in den USA investiert, im Vergleich zu nur 1,5 Milliarden US-Dollar in Europa. Die Anzahl der in den USA gegründeten KI-Unternehmen war fast dreimal so hoch wie in Europa.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Die Vorteile von KI könnten sich erheblich auf die Wirtschaft auswirken. Schätzungen zufolge könnte KI die Produktivität von nichtqualifizierten Arbeitern um bis zu 14 Prozent steigern. Eine Überregulierung könnte jedoch die wirtschaftlichen Gewinne für die Bevölkerung einschränken und die globale Wettbewerbsfähigkeit verringern.
Fazit
Es ist entscheidend, dass Kanada aus den Fehlern Europas lernt und nicht denselben Weg der Überregulierung geht. Der Fokus sollte darauf liegen, wie KI tatsächlich eingesetzt wird, bevor feste Regelungen erlassen werden. Eine kluge und flexible Regulierung könnte dazu beitragen, die Innovationskraft zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu stärken.