Trump nimmt einen weiteren Anlauf zur Aushöhlung staatlicher KI-Regulierungen
Die Trump-Administration hat einen neuen legislativen Entwurf für die Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) vorgestellt, der aus sieben Punkten besteht. Die zentrale Botschaft lautet: Die Bundesregierung sollte viele KI-Regulierungen vermeiden, außer einem Set von Regeln zum Kinderschutz, und die Bundesstaaten daran hindern, die „nationale Strategie zur Erreichung der globalen Dominanz in der KI“ zu stören.
Kinderschutz und Stromkosten
Der Plan empfiehlt dem Kongress, Minderjährige, die KI-Dienste nutzen, mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen abzusichern und Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass die Stromkosten aufgrund der KI-Infrastruktur in die Höhe schnellen. Zudem wird „Jugendentwicklung und Schulung“ empfohlen, um die Vertrautheit mit KI-Werkzeugen zu fördern. Es wird allerdings ein abwartender Ansatz vorgeschlagen, ob das Training von KI-Modellen mit urheberrechtlich geschütztem Material ohne Erlaubnis legal ist.
Rechtliche Rahmenbedingungen und Schutzmaßnahmen
Der gesamte Entwurf und alle seine Bestimmungen werden jedoch nur dann wirksam, wenn der Kongress diese in Gesetze umsetzt. Der Entwurf ermutigt zu Gesetzen, die dem Take It Down Act ähneln, der im Mai 2025 verabschiedet wurde und nicht einvernehmlich erzeugte „intime visuelle Darstellungen“ untersagt. Der Entwurf befürwortet außerdem Altersverifikationen und schlägt vor, dass der Kongress „wirtschaftlich angemessene, datenschutzfreundliche Altersverifizierungsanforderungen“ für KI-Plattformen einführt.
In der heutigen Zeit von Deepfakes, wo KI-generierte Videos immer realistischer erscheinen, zielt der neue politische Entwurf darauf ab, einen bundesweiten Rahmen zu schaffen, der Einzelpersonen vor der unautorisierten Verbreitung oder kommerziellen Nutzung ihrer digitalen Abbilder schützt. Gleichzeitig sollen klare Ausnahmen für Parodien, Nachrichtenberichterstattung und andere durch den Ersten Verfassungszusatz geschützte Nutzungsmöglichkeiten geschaffen werden.
Urheberrechtsfragen und Betrugsbekämpfung
Der Entwurf rät dem Kongress davon ab, sich mit KI-Urheberrechtsfragen zu befassen und unterstützt die Idee, dass die Gerichte entscheiden sollten, ob das Training von KI-Modellen mit urheberrechtlich geschütztem Material als faire Nutzung gilt. Zudem äußert der Entwurf Bedenken hinsichtlich großangelegter Betrügereien, die zunehmend durch KI ermöglicht werden, und schlägt vor, die bestehenden Strafverfolgungsmaßnahmen zu verstärken.
Bundesgesetzgebung vs. Staatsgesetze
Die Trump-Administration verfolgt weiterhin einen pro-federalen, anti-staatlichen Ansatz in der KI-Regulierung. Der Entwurf fordert, staatliche KI-Gesetze, die unnötige Belastungen auferlegen, zu übergehen und zu vermeiden, dass Unternehmen mit „fünfzig unterschiedlichen“ Standards konfrontiert werden. Es wird jedoch auch eingeräumt, dass Staaten einige Spielräume haben sollten, um ihre eigenen allgemein geltenden Gesetze zum Schutz von Kindern durchzusetzen.
Schlussfolgerung
Das übergeordnete Ziel bleibt, die Entwicklung von KI zu beschleunigen. Der Entwurf betont, dass die Vereinigten Staaten weltweit führend in der KI sein müssen, indem Barrieren für Innovationen abgebaut und die Bereitstellung von KI-Anwendungen in verschiedenen Sektoren beschleunigt wird. Der Plan legt auch fest, dass der Kongress keine neue Bundesbehörde zur Regulierung von KI schaffen sollte, sondern die Entwicklung und Bereitstellung von KI-Anwendungen durch bestehende regulatorische Behörden unterstützen sollte.