Top 5 Risiken der KI-Zugriffsrechte für CISOs und wie KI-Governance die Lücken schließt

Top 5 KI-Zugriffsrisiken für CISOs und wie KI-Governance die Lücken schließt

Künstliche Intelligenz (KI) ist bereits in wichtigen Unternehmenssystemen wie ERP und SaaS integriert und trifft Entscheidungen, oft mit mehr Zugriff und weniger Kontrolle als viele menschliche Benutzer. In vielen Unternehmen erhalten nicht-menschliche Identitäten oft breite Berechtigungen ohne ausdrückliche Eigentümer. Für CISOs liegen die dringendsten Risiken dort, wo KI, Identität und Datenzugriff aufeinandertreffen – nicht nur in den Modellen selbst.

Die Risiken

Risiko 1: Unsichtbare KI-Identitäten

Die meisten Unternehmen haben keine verlässliche Anzahl an KI-Akteuren oder deren Standorte. Embedded Copilots, SaaS-Funktionen und Bots werden oft von Teams erstellt, die schnell arbeiten möchten. Ohne eine vollständige Bestandsaufnahme können grundlegende Fragen nicht beantwortet werden.

Risiko 2: Übermäßige Berechtigungen in Finanzen und ERP

KI findet sich genau dort, wo der potenzielle Einfluss am höchsten ist: im Kernbereich der Finanzen. Agenten können in ERP-Systemen lesen und schreiben, was ideale Bedingungen für fehlerhafte Transaktionen schafft.

Risiko 3: Datenleckagen und unkontrollierte Informationsflüsse

KI benötigt Daten, was ein zweites Risiko darstellt. Agenten, die auf sensible Daten zugreifen, können unbeabsichtigt Datenlecks verursachen, insbesondere in stark regulierten Umgebungen.

Risiko 4: Integrationsschichten, die den Einflussbereich vervielfachen

Neue Integrationsmuster ermöglichen es Agenten, auf viele Systeme zuzugreifen. Ein falsch konfiguriertes Integrationssystem kann eine breite Palette von Systemen und Datensätzen exponieren und somit das Sicherheitsmodell grundlegend verändern.

Risiko 5: Lücken zwischen IAM, PAM und KI

Die meisten Sicherheitsteams haben stark in IAM und PAM investiert, jedoch operieren KI-Identitäten oft über Dienstprinzipale und API-Schlüssel, die nicht in diese Modelle passen. Dies kann dazu führen, dass KI-Agenten unkontrolliert agieren.

Wie KI-Governance die Lücken schließt

Um die oben genannten Risiken zu minimieren, sollten Unternehmen folgende Maßnahmen ergreifen:

Erstellen Sie ein zentrales Inventar von KI-Identitäten und klassifizieren Sie diese nach Geschäftskritikalität und Datensensibilität. Definieren Sie spezifische Rollen für KI-Identitäten in ERP- und Finanzsystemen. Verknüpfen Sie die Governance der KI-Identität eng mit dem Datenschutz, um Zugriffsentscheidungen zu reflektieren.

Fazit

Die größten KI-Risiken sind keine abstrakten „Modellprobleme“, sondern sehr konkrete Zugriffs- und Daten-Governance-Fehler. Ein effektives Governance-Modell für KI identifiziert und steuert KI-Identitäten wie erstklassige Benutzer, was zu klaren Metriken und einer besseren Kontrolle über KI-Aktivitäten führt.

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