TDM und Training von KI-Modellen: Bericht und Auswirkungen zur Urheberrechtslage in Großbritannien
In Großbritannien gibt es einen kleinen Schritt in Richtung Klarheit über das Zusammenspiel von Urheberrecht und KI, following der Veröffentlichung eines Berichts der Regierung über die Verwendung urheberrechtlich geschützter Werke zur Entwicklung von KI-Systemen und einer damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen am 18. März 2026. Der Bericht verändert jedoch weder das Gesetz noch klärt die Legalität des KI-Trainings unter dem britischen Urheberrecht oder schlägt Änderungen vor.
Stattdessen betonen der Bericht und die Auswirkungen das Gleichgewicht, die Notwendigkeit weiterer Beweise und Vorsicht, um zukünftige politische Entwicklungen zu informieren. Die Regierung erkennt sowohl die wirtschaftliche als auch die gesellschaftliche Bedeutung der kreativen Industrien in Großbritannien und das Wachstumspotenzial der KI an, kommt jedoch zu dem Schluss, dass derzeit nicht genügend Beweise vorliegen, um eine sofortige Reform bestehender Gesetze zu rechtfertigen.
Hintergrund und Kontext
Wie in vielen Ländern weltweit sind die urheberrechtlichen Fragen, die durch KI aufgeworfen werden, seit mehreren Jahren ein intensives Diskussionsthema im Vereinigten Königreich. Eine der zentralen Fragen in der Debatte ist, ob die bestehende Ausnahme vom Urheberrecht für Text- und Datenanalysen (TDM) im Gesetz über Urheberrecht, Designs und Patente (CDPA) beibehalten oder geändert werden sollte.
Optionen zur TDM-Ausnahme
Die Regierung hat im Rahmen einer öffentlichen Konsultation über vier Optionen zur Beibehaltung oder Änderung der bestehenden TDM-Ausnahme beraten:
- Beibehaltung des Status quo (Do Nothing);
- Stärkung des Urheberrechts, indem eine Lizenz zur Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke in allen Fällen erforderlich gemacht wird (Strengthen Copyright);
- Einführung einer breiten Datenanalyseschutzregel ohne „Opt-out“ (Broad Exception);
- Einführung einer breiten Datenanalyseschutzregel, die es Rechteinhabern ermöglicht, ihre Rechte zu reservieren (Broad Exception with „opt out“).
Aufgrund der wahrgenommenen evidenzbasierten Mängel und internationaler Divergenzen hat die Regierung beschlossen, keine der genannten Optionen zu unterstützen. Der Bericht und die Auswirkungen betonen, dass derzeit kein spezifischer Vorschlag für eine urheberrechtliche Ausnahme für das KI-Training vorliegt.
Transparenz über Inhalte und Daten
Die Regierung unterstützt die Forderung nach größerer Transparenz, schlägt jedoch keine spezifischen Formalitäten oder Anforderungen vor. Stattdessen wird die Regierung die Entwicklungen in den USA und der EU überwachen und mit der Industrie zusammenarbeiten, um bewährte Praktiken zu entwickeln.
Kennzeichnung von KI-Inhalten
Es besteht Einigkeit darüber, dass eine Form der Kennzeichnung von KI-Inhalten erforderlich ist. Die Regierung plant, mit der Industrie und Experten zusammenzuarbeiten, um bewährte Praktiken für die Kennzeichnung in der Praxis zu entwickeln.
Lizenzierung und Durchsetzung
Die Lizenzmärkte entwickeln sich im Vereinigten Königreich und anderswo. Die Regierung schlägt vor, diese Entwicklungen zu überwachen, anstatt in diesen neuen Markt einzugreifen. Zudem wird die Regierung weiterhin mit Partnern aus verschiedenen Sektoren zusammenarbeiten, um angemessene und zugängliche Rechtsmittel bei Urheberrechtsverletzungen im Kontext von KI sicherzustellen.
Schlussfolgerung
Der Bericht und die Auswirkungen konzentrieren sich auf die weitere Sammlung von Beweisen und nicht auf eine sofortige Reform. Legislative Änderungen am CDPA bleiben möglich, jedoch haben diese Veränderungen von klareren Beweisen und größerer rechtlicher sowie kommerzieller Sicherheit abhängig gemacht worden. Die Veröffentlichung des Berichts und der Auswirkungen stellt die Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtungen der Regierung dar, wobei zukünftige Maßnahmen eine Frage der politischen Entscheidung und des Drucks von Interessengruppen bleiben.