Das Inkrafttreten des KI-Gesetzes in Südkorea mit Sicherheitsmaßnahmen
Das südkoreanische Gesetz über Künstliche Intelligenz trat letzte Woche in Kraft und macht Südkorea zur zweiten Jurisdiktion nach der Europäischen Union, die einen KI-Regulierungsrahmen angenommen hat. Es ist das erste Gesetz, das Sicherheitsanforderungen für hochleistungsfähige KI-Systeme festlegt.
Das KI-Grundgesetz
Das „Grundgesetz zur Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und zur Schaffung eines Vertrauensfonds“ wurde im Dezember 2024 verabschiedet, trat am 21. Januar 2025 in Kraft und ist seit dem 22. Januar 2026 gültig. Es soll einen rechtlichen Rahmen schaffen, um die nationale Wettbewerbsfähigkeit Südkoreas im Bereich KI zu fördern und gleichzeitig ethische Standards sowie das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Technologie zu gewährleisten.
„Zweck dieses Gesetzes ist es, die Menschenrechte und die Würde zu schützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beizutragen, während die nationale Wettbewerbsfähigkeit durch die Schaffung wesentlicher Vorschriften für die gesunde Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und den Aufbau von Vertrauen gestärkt wird“, heißt es in einer Übersetzung des Gesetzes.
Das Gesetz sieht „rechtliche Grundlagen für die Einrichtung eines nationalen KI-Kontrollturms, eines KI-Sicherheitsinstituts sowie verschiedener staatlicher Initiativen in Forschung und Entwicklung, Standardisierung und Politik“ vor. Es werden auch verschiedene Initiativen zur Unterstützung der nationalen KI-Infrastrukturen, wie Trainingsdaten und Rechenzentren, sowie zur Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen, Startups und Talenten im Bereich KI angeordnet.
Sicherheitsverpflichtungen
Das KI-Grundgesetz hebt sich durch verschiedene Sicherheitsverpflichtungen hervor. Neben der Einrichtung des KI-Sicherheitsinstituts, das die Sicherheit von KI gewährleisten soll, werden Unternehmen, die „hochwirksame“ KI und generative KI entwickeln und bereitstellen, Transparenz- und Sicherheitsverantwortlichkeiten zugewiesen. Diese Systeme haben das Potenzial, das menschliche Leben, die Sicherheit oder grundlegende Rechte erheblich zu beeinflussen.
Zu den spezifischen Sicherheitsmaßnahmen gehört die Anforderung, dass Unternehmen KI-Risikoanalysen durchführen, einen lokalen Vertreter benennen und eine Verifizierung sowie Zertifizierung einholen müssen, bevor sie hochwirksame KI bereitstellen.
Ein Vertreter des Ministeriums für Wissenschaft und ICT betonte, dass es nicht darum gehe, mit dieser Gesetzgebung zu prahlen, sondern sicherzustellen, dass die Menschen die Technologie vertrauensvoll nutzen können.
Umsetzung und Unterstützung für Unternehmen
Um die anfängliche Belastung für Unternehmen zu verringern, plant die Regierung eine Übergangsfrist von mindestens einem Jahr, während der keine Überprüfungen oder administrativen Sanktionen durchgeführt werden. Der Fokus liegt stattdessen auf Beratung und Schulung.
Der Weg zur KI-Transformation
Das Inkrafttreten des KI-Gesetzes markiert einen weiteren bedeutenden Meilenstein in der Beziehung des Landes zur KI. Südkorea hat in den letzten Jahren zunehmend in innovative Technologien investiert. Berichten zufolge wurde der südkoreanische Haushalt für 2026 um 8 % erhöht, um die Investitionen in KI zu erweitern.
Die Regierung betont die Notwendigkeit, im Bereich KI wettbewerbsfähig zu bleiben, und plant die Erstellung von Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung des Sektors, einschließlich der Gründung einer „Korea AI Promotion Association“.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das KI-Grundgesetz als weiterer Schritt auf dem Weg des Landes gesehen werden kann, relevant im KI-Rennen zu bleiben und ein regionaler sowie globaler Innovator in der Technologie zu werden.