„Slop“ war das Wort des Jahres 2025 – So können Arbeitgeber 2026 intelligenter mit KI umgehen
„Slop“ wurde von Merriam-Webster als Wort des Jahres 2025 benannt und beschreibt die Explosion qualitativ minderwertiger, KI-generierter digitaler Inhalte, die unsere Postfächer und sozialen Feeds überfluten. Arbeitgeber und Unternehmensleiter sollten diese Entwicklung als Warnung, aber auch als Chance sehen, sich abzuheben. Durch die Kombination der Leistungsfähigkeit von KI mit gesundem menschlichem Urteilsvermögen kann die Authentizität eingefangen werden, nach der die Menschen 2026 mehr denn je verlangen. Im neuen Jahr betrachten wir, was Slop ist, welche Probleme es verursachen kann, und bieten praktische Schritte zu dessen Vermeidung.
Was „AI Slop“ am Arbeitsplatz ausmacht
2025 war das Jahr, in dem AI Slop in vielen Arbeitsbereichen auftrat. Wahrscheinlich bemerkten Sie eine Zunahme von:
- generischen E-Mails und Unternehmenskommunikationen, die alle gleich klingen und wenig aussagen;
- Geschäftsinhalten, die repetitiv, vage und teilweise fehlerhaft sind;
- Lebensläufen und Bewerbungsschreiben, die zu gut klingen, um wahr zu sein, und perfekt zu Stellenangeboten passen;
- Selbstbewertungs- oder Leistungsbeurteilungen mit blumiger Sprache und Unternehmensjargon über „Synergien“ und „Nutzung von Kernkompetenzen“;
- Marketingtexten, die auf den ersten Blick poliert erscheinen, aber schnell vergessen werden.
Warum Arbeitgeber sich Sorgen machen sollten
AI Slop ist mehr als nur ärgerlich – es birgt echte Geschäftsrisiken. Hier einige Gründe, warum Sie die Verbreitung von Slop in Ihrem Unternehmen ernst nehmen sollten:
- Markenabwertung – Minderwertiger Inhalt vermittelt Kunden, Rekrutierenden und Mitarbeitenden, dass nicht genügend Zeit in qualitativ hochwertige Arbeit investiert wird. Einmal entstandene Wahrnehmungen sind schwer zu ändern.
- Produktivitätstheater – AI Slop erzeugt den Anschein von Produktivität, da Mitarbeiter viel Output in kurzer Zeit schaffen. Tatsächlich führt es oft zu zusätzlicher Arbeit durch Überarbeitungen, Klärungen und Korrekturen.
- Kultureller Schaden – Wenn Mitarbeitende ihr Denken an Maschinen auslagern, leidet das menschliche Urteilsvermögen und die Kreativität – beides essenziell für erfolgreiche Organisationen.
- Rechtliche Risiken – Schlampig generierte KI-Richtlinien, Verträge oder Kommunikation können rechtliche Verpflichtungen falsch darstellen und Konflikte mit bestehenden Regelungen verursachen.
Was Arbeitgeber tun sollten, um AI Slop zu vermeiden
Die gute Nachricht: Einfache Maßnahmen helfen, KI sinnvoll einzusetzen, ohne Slop zu erzeugen. Fünf Schritte, um Grenzen zu setzen, die menschliches Urteilsvermögen, Unternehmensverantwortung und Arbeitsqualität bewahren:
- Definieren Sie „akzeptable KI-Nutzung“, nicht nur „erlaubte KI-Nutzung“
Unternehmensrichtlinien zur KI sollten klarstellen, wo KI unterstützen darf und wo menschliche Kontrolle erforderlich ist. KI-Ausgaben müssen stets vor Nutzung geprüft werden. - Weisen Sie Verantwortlichkeiten für KI-unterstützte Arbeiten zu
Jedes KI-generierte Dokument benötigt einen menschlichen Verantwortlichen für Genauigkeit, Ton und Übereinstimmung mit Unternehmenswerten. - Schulen Sie Manager, um Slop zu erkennen
Manager und Inhaltsgenehmiger müssen keine KI-Experten sein, sollten jedoch typische Anzeichen von KI-Einsatz erkennen, um Inhalte vor Veröffentlichung zu kontrollieren. - Verlangsamen Sie risikobehaftete Anwendungen
Für rechtliche, HR-, Compliance- und externe Kommunikation ist eine menschliche Überprüfung vor Veröffentlichung zwingend erforderlich. - Messen Sie Ergebnisse, nicht nur Ausgaben
Fokussieren Sie Leistungsbewertungen nicht auf Produktionsgeschwindigkeit oder Quantität, sondern auf Effektivität der Kommunikation und Reduktion von Nachfragen.
Fazit
Der KI-Einsatz sollte verantwortungsbewusst erfolgen, um die Verbreitung von Slop zu vermeiden. Mit den genannten Schritten können Unternehmen KI effektiv nutzen und zugleich die Qualität ihrer Arbeit sichern.