Offense vs. Defense: Warum kein Ansatz für die Regulierung von KI funktioniert
Ich werde das Playoff-Spiel der Seahawks gegen die 49ers im Januar 2014 nie vergessen. Es war brutal. Spieler wurden auf Tragen abtransportiert. Beide Teams gaben alles auf dem Feld, wobei die Seahawks die gesamte Saison über dominant waren. Dieses Spiel half mir zu verstehen, was Football-Fans bereits wussten: Gewinnen hängt nicht davon ab, ob man sich für Offensive oder Defensive entscheidet. Es geht darum, zu wissen, wann man was tun sollte.
Die Governance von KI entwickelt sich ähnlich.
Die Gesetzgebung zur künstlichen Intelligenz wird oft als Innovationsbremse dargestellt – aber was wäre, wenn sie als das Rasen beschrieben werden könnte, das weit weniger schmerzhaft ist als auf Beton zu fallen?
Der neueste Vorstoß für Leitplanken ist wichtig, weil die meisten Versuche zur Regulierung – von der Verhinderung von Rache bis zur Etablierung einer nationalen Aufsicht ähnlich der EU – in unserem innovationsfreundlichen Klima nicht umsetzbar sind.
Einige Vorurteile im KI-Bereich sind absichtlich, andere sind einfach schlampige Arbeit oder sehr unglückliche Unfälle. Im Drang, als Erster auf dem Markt zu sein, hat unzureichende Arbeit echte Konsequenzen.
Regulierung wird oft als Innovationsbremse dargestellt – aber was wäre, wenn sie als das Rasen beschrieben werden könnte, das weit weniger schmerzhaft ist als auf Beton zu fallen? Diese Betrachtungsweise ist wichtig. Denn global wird die Regulierung von KI zunehmend als falsche Wahl dargestellt: Innovation oder Schutz.
Stattdessen sollte sie als die Regeln des Spiels betrachtet werden. Schach oder Football mit einem Kleinkind zu spielen kann herausfordernd sein, wenn man versucht, nach den Regeln zu spielen und sie lieber die Teile essen oder den Ball umarmen möchten. Doch wie befriedigend ist es, einen Sport oder ein intellektuelles Spiel zu spielen, wenn man und sein Gegner nach den gleichen Regeln spielen? Man versteht die Parameter und kann seine Strategie, Ausdauer und Kreativität entsprechend anpassen.
Die Herausforderung der Regulierung
National und global ist die Regulierung von KI bestenfalls willkürlich, und das Navigieren durch Richtlinien und sehr reale rechtliche Konsequenzen, die so drastisch unterschiedlich sind, kann sich anfühlen wie ein Gang durch ein Minenfeld.
Eine einheitliche Governance mag wie eine schwierige Forderung erscheinen, aber funktioniert das aktuelle System wirklich?
US-Offensive vs. EU-Defensive
Die Vereinigten Staaten haben sich stark auf die Offensive konzentriert. Der aktuelle Aktionsplan zur KI der Regierung betont die Beseitigung regulatorischer Hürden, um „unsere Position als globalen Führer in der KI zu festigen“.
Im Gegensatz dazu hat die Europäische Union einen risikobasierten Ansatz durch den EU-KI-Gesetzesentwurf gewählt, der klare Verpflichtungen für Anbieter von Hochrisikosystemen festlegt.
Beide Ansätze haben Konsequenzen. Strengere Vorschriften haben einigen EU-Unternehmen Geschäft gekostet. Tatsächlich berichten fast 60 % der Entwickler in der EU und im Vereinigten Königreich von Verzögerungen beim Start, und mehr als ein Drittel muss Funktionen zur Einhaltung des Gesetzes streichen oder herabstufen.
Obwohl die USA möglicherweise nicht so viele Vorschriften haben, stellt das allein ein Risiko dar. Im März 2025 einigte sich ein Unternehmen auf eine Einigung über 50 Millionen Dollar in einer Sammelklage, in der bewiesen wurde, dass persönliche Daten online ohne Zustimmung gesammelt und an Strafverfolgungsbehörden verkauft wurden.
Von Verstößen gegen die biometrische Privatsphäre bis hin zu algorithmischer Diskriminierung formen aktuelle Klagen, was „KI-Rechtsstreitigkeiten“ wirklich bedeuten.
Es sind nicht nur Klagen, auch der Hollywood-Autorenstreik und ein Vertragsstreit mit einem Schauspieler im Videospielbereich haben kürzlich gezeigt, dass in Abwesenheit einer nationalen Politik Fragen des geistigen Eigentums und der persönlichen Abbildung im Arbeitsmarkt der USA wichtig sind.
Risiken und Implikationen
Unterschiedliche Strategien. Unterschiedliche Werte. Dasselbe zugrunde liegende Problem.
Die Gefahr ist nicht die Regulierung selbst: Es ist das Ungleichgewicht. Wenn sich die Politik nur auf Geschwindigkeit konzentriert, werden die Schäden auf Einzelpersonen und Gemeinschaften abgewälzt. Wenn sie sich nur auf Beschränkungen konzentriert, wandert die Gelegenheit woanders hin.
Die wahre Führungsherausforderung, insbesondere für Regionen, liegt darin, zu lernen, wie man beides gleichzeitig tun kann.
Die Aufregung um die aufkommende KI-Industrie wird oft ohne Balance wahrgenommen. Bei der Begeisterung für Innovation und Investitionen werden wichtige Themen wie Klimaschutz, Kosten und Auswirkungen auf die Gemeinschaft beiseitegeschoben.
Die Region hat natürliche Ressourcen, angesehene Institutionen, visionäre Führung und Investoren, die bereit sind, KI-Investitionen zu unterstützen.
Die nächste Phase der KI wird nicht von denen gewonnen, die nur am schnellsten vorankommen, sondern von denen, die wissen, wann sie vorwärts drängen und wann sie die Menschen auf dem Spielfeld schützen.