AI-Update für 2026
Da KI weiterhin die Geschäftswelt transformiert, war es noch nie so wichtig, über rechtliche Entwicklungen in diesem Bereich informiert zu bleiben. Globale Vorschriften stellen eine besondere Herausforderung dar, da Jurisdiktionen unterschiedliche Ansätze verfolgen, während internationale Wettbewerbsbedingungen bestehen und die Sorge besteht, dass übermäßige Regulierung Innovationen behindern könnte.
AI-spezifische Regulierung
Regulierungsbehörden weltweit teilen Bedenken über die Risiken von KI. Ihr Ansatz zur Regulierung variiert jedoch erheblich. Die USA verfolgen eine stark innovationsfreundliche, wenig regulierte Haltung auf Bundesebene, während die EU ein umfassendes KI-Rechtspaket hat, dessen Umsetzung derzeit verfeinert wird. Länder wie das Vereinigte Königreich nehmen eine Zwischenstellung ein.
In der EU ist das KI-Gesetz seit August 2024 in Kraft, mit einer gestaffelten Umsetzung über mehr als zwei Jahre. Der Fokus liegt derzeit auf der Wettbewerbsfähigkeit der EU und der Veröffentlichung ihrer digitalen Gesetze. Einige Regeln für hochriskante KI werden leicht verzögert, und ihre Anwendung ist teilweise an die Verfügbarkeit erforderlicher Standards gekoppelt. Es werden Änderungen vorgeschlagen, darunter die Erweiterung einiger Ausnahmen für KMU und die Verstärkung der Befugnisse des KI-Büros zur Überwachung von KI-Systemen, die auf General Purpose AI-Modellen basieren.
Geistiges Eigentum
Das Jahr 2025 war ein weiteres aktives Jahr für KI und geistiges Eigentum, und dieser Trend wird sich 2026 fortsetzen, insbesondere im Hinblick auf das Urheberrecht. Die Regierung des Vereinigten Königreichs plant die Veröffentlichung von zwei Berichten, die sich auf KI und Urheberrecht konzentrieren. Es wird auch erwartet, dass die Ergebnisse einer Konsultation zur Urheberrechtsgesetzgebung im Vereinigten Königreich später in diesem Jahr veröffentlicht werden.
Datenschutz
KI bleibt ein zentrales Anliegen für Datenschutzbehörden und Gesetzgeber, die versuchen, Innovationen zu fördern und gleichzeitig den Schutz der Einzelnen zu gewährleisten. Die Bestimmungen im Data (Use and Access) Act 2025 des Vereinigten Königreichs werden voraussichtlich die Datenschutzbestimmungen für KI lockern. Regulierungsbehörden auf beiden Seiten des Kanals entwickeln Leitlinien zur Unterstützung der KI-Nutzung.
KI-Rechtsstreitigkeiten
Mit der zunehmenden Verbreitung von KI wächst das Risiko von Rechtsstreitigkeiten. Die Intransparenz von KI-Modellen und die Möglichkeit, dass KI ungenaue Ergebnisse produziert, schaffen einen fruchtbaren Boden für erhebliche Ansprüche gegen Entwickler und Unternehmen. Regulierungsbehörden beobachten auch das sogenannte „AI Washing“. Fragen zur rechtlichen Haftung bleiben ungelöst, was in Zukunft zu gerichtlichen Auseinandersetzungen führen könnte.
Wettbewerbsrecht
Wettbewerbsbehörden weltweit behalten die KI-Märkte im Auge. Sie überwachen Partnerschaften unter den Fusionskontroll- und Antitrustregeln. Im Vereinigten Königreich hat die Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde nicht-traditionelle Transaktionsstrukturen überprüft. Auf der Antitrustseite sind die Behörden aktiv geworden, um echte Durchsetzungsfälle zu bringen.
Anpassung an das KI-Zeitalter
Da KI weiterhin Branchen umgestaltet, müssen Organisationen sicherstellen, dass sie praktische Governance-Rahmen einführen, die in ihren Risikomanagementansatz passen und spezifische Risiken im Zusammenhang mit ihren KI-Anwendungsfällen verwalten.