Rechtliche Risiken von KI-Notizen: Lehren aus der BIPA-Klage

Illinois BIPA-Klage zielt auf KI-Notiznehmer: Praktische Lektionen für die Besprechungsprotokollierung

Eine weitere Sammelklage beleuchtet die potenziellen rechtlichen Risiken im Zusammenhang mit KI-Meeting-Assistenten. Die Beschwerde behauptet, dass das Tool Stimmen von Besprechungsteilnehmern, einschließlich der Stimmen von Nicht-Nutzern, ohne die erforderliche Benachrichtigung, schriftliche Einwilligung und Aufbewahrungssicherheiten gemäß dem Illinois Biometric Information Privacy Act (BIPA) aufzeichnet, analysiert, transkribiert und speichert. Die Klage verweist auf die Funktionalität der „Sprechererkennung“ und argumentiert, dass das Produkt Sprachprofile erstellt und speichert, die unter BIPA fallen, während es an einer öffentlich verfügbaren Aufbewahrungs- und Vernichtungspolitik sowie der Information der Besprechungsteilnehmer über die biometrische Erfassung fehlt.

Warum das wichtig ist

KI-Notiznehmer können Produktivitätsgewinne liefern, bringen jedoch auch eine Reihe potenzieller rechtlicher und betrieblicher Risiken mit sich. Beispielsweise:

  • Mehr Daten für Rechtsstreitigkeiten: Aufzeichnungen und Zusammenfassungen können offenbart werden.
  • Übermittlung sensibler oder privilegierter Gespräche: Diese könnten gespeichert und geteilt werden, obwohl dies normalerweise nicht der Fall wäre.
  • Fehleranfälligkeit der KI: Die KI kann Fehler machen, z. B. Sprecher falsch identifizieren oder Aussagen vereinfachen.
  • Hinweis- und Einwilligungsregeln: Diese variieren, insbesondere für externe Gäste oder Teilnehmer aus dem Ausland.
  • Aufbewahrungspflichten: Diese müssen mit rechtlichen Anforderungen übereinstimmen, damit routinemäßige Löschungen nicht als Beweisvernichtung angesehen werden.
  • Verwendung von Aufzeichnungen durch den Anbieter: Wenn der Anbieter Aufzeichnungen für eigene Zwecke ohne die richtige Benachrichtigung und Einwilligung verwendet, kann dies gegen Abhör- und ähnliche Gesetze verstoßen.

Praktische Umsetzung

Diese Klage erinnert daran, dass der Einsatz von KI-Transkriptions- und Zusammenfassungstools mehr erfordert als nur das Aktivieren einer Funktion. Denken Sie über allgemeine Offenlegungen hinaus. Beispielsweise sollten Sie:

  • Eine gründliche Prüfung des Anbieters durchführen.
  • Vermeiden, das Tool in sensiblen Besprechungen zu verwenden.
  • Die Teilnehmer zu Beginn klar informieren und deren Einwilligung einholen.
  • Menschliche Überprüfung und Zugriffsrestriktionen in Betracht ziehen, wo dies angemessen ist.
  • Klare Aufbewahrungsfristen festlegen, die mit rechtlichen Anforderungen übereinstimmen.

Um sicherzustellen, dass Ihre Mitarbeiter über das Spektrum der Probleme mit KI-Notiznehmern informiert sind, ist es wichtig, dies in Ihrer KI-Politik zu behandeln.

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