Rechtliche Risiken der KI: Herausforderungen und Lösungen

Rechtsstreitigkeiten, Bußgelder und neue Gesetze: Die rechtlichen Herausforderungen bei der Implementierung von Künstlicher Intelligenz ohne sich selbst zu gefährden

Die beschleunigte Expansion der Künstlichen Intelligenz (KI) hat Regierungen, Gerichte und Aufsichtsbehörden in ein neues und komplexes Terrain geführt: die Definition, wie automatisierte Systeme genutzt, geprüft und kontrolliert werden sollen, da sie zunehmend die Wirtschaft, das Gesundheitswesen, die Bildung und die öffentliche Sicherheit beeinflussen.

Laut dem Bericht „AI Risk Disclosures in the S&P 500“ berichteten 13 % der Unternehmen im S&P 500 im Jahr 2023 über rechtliche Risiken im Zusammenhang mit KI, während diese Zahl bis 2025 auf 63 Unternehmen (mehr als 25 %) ansteigen wird. Diese Firmen erkennen an, dass die Einführung von KI zu Bußgeldern, Rechtsstreitigkeiten, regulatorischen Sanktionen und einem Verlust des Vertrauens der Investoren führen kann, wenn sie nicht sorgfältig und innerhalb klarer regulatorischer Rahmenbedingungen umgesetzt wird.

Welche rechtlichen Risiken haben Unternehmen, die KI nutzen?

Der Bericht identifiziert drei Hauptbereiche rechtlicher Risiken: sich ändernde Vorschriften, Compliance und Sanktionen sowie aufkommende Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Haftung und geistigem Eigentum.

1. Sich ändernde und fragmentierte Vorschriften

Das KI-Gesetz der EU, das 2024 verabschiedet wurde, ist der am häufigsten genannte regulatorische Rahmen für Unternehmen im S&P 500. Dieses Gesetz stellt strenge Anforderungen an „hochriskante“ Systeme, die grundlegende Rechte oder finanzielle beziehungsweise medizinische Entscheidungen betreffen, und fordert Folgenabschätzungen, technische Audits sowie Bußgelder von bis zu 7 % des globalen Jahresumsatzes bei Verstößen.

2. Compliance und Sanktionen

Zwölf Unternehmen im S&P 500 warnen vor den Kosten, die mit der Einhaltung von Vorschriften verbunden sind. Die Implementierung von KI erfordert jetzt neue Überwachungsprozesse, externe Audits, Entscheidungsprotokolle und technische Dokumentationen, die belegen, wie Algorithmen zu ihren Ergebnissen gelangen.

3. Aufkommende Rechtsstreitigkeiten

Der Bericht hebt hervor, dass die Gerichte noch nicht vollständig definiert haben, wie bestehende Gesetze auf KI anzuwenden sind, aber ein Anstieg von Rechtsstreitigkeiten im Bereich des geistigen Eigentums, des Datenschutzes und der zivilrechtlichen Haftung wird erwartet.

Wie beeinflusst rechtliche Unsicherheit die Innovation?

Das Fehlen eines einheitlichen rechtlichen Rahmens verlangsamt oder verzögert KI-Investitionen in wichtigen Branchen. Sektoren wie das Gesundheitswesen, die Finanzen und die Fertigung stehen vor dem Dilemma, schnell innovieren zu müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, gleichzeitig aber Bußgelder oder Klagen vermeiden zu wollen, die Millionen kosten könnten.

Welche Rolle spielen Unternehmensvorstände bei der Verwaltung von KI-Rechtsrisiken?

Der Bericht betont, dass Unternehmensvorstände eine aktive Rolle bei der Überwachung der rechtlichen und ethischen Risiken im Zusammenhang mit KI spielen müssen, so wie sie es bei finanziellen oder Cybersicherheitsfragen tun.

Was können Unternehmen tun, um Rechtsstreitigkeiten und regulatorische Risiken zu reduzieren?

Der Bericht schließt mit umsetzbaren Schritten, die Unternehmen sofort ergreifen können, wie die Durchführung rechtlicher und ethischer Audits von KI-Systemen vor der kommerziellen Einführung und die Gewährleistung der Datenverfolgbarkeit für das Modelltraining.

Fazit

Der Aufstieg der Künstlichen Intelligenz markiert den Beginn einer Ära, in der technologische Innovation und rechtliche Compliance Hand in Hand gehen müssen. Unternehmen, die einen proaktiven Ansatz verfolgen, der auf Ethik, Transparenz und Nachvollziehbarkeit basiert, werden am besten positioniert sein, um die Vorteile der Automatisierung zu nutzen und gleichzeitig die Kosten von Verantwortungslosigkeit zu vermeiden.

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