Politikentwicklung für KI in Schulen: Herausforderungen und Chancen

Wenn es darum geht, Richtlinien zur KI im K-12-Bereich zu entwickeln, sind Schulen weitgehend auf sich allein gestellt

Generative künstliche Intelligenztechnologie verändert die Bildung in beispielloser Weise. Angesichts ihrer potenziellen Vorteile und Risiken bemühen sich K-12-Schulen aktiv, Unterricht und Lernen anzupassen.

Doch während Schulen versuchen, in das Zeitalter der generativen KI einzutreten, gibt es eine Herausforderung: Schulen agieren in einem politischen Vakuum. Während einige Bundesstaaten Leitlinien zur KI anbieten, sind nur wenige verpflichtet, spezifische Richtlinien zu formulieren, obwohl Lehrer, Schüler und Schulleiter generative KI auf unzählige neue Arten nutzen. Ein Politiker bemerkte in einer Umfrage: „Sie haben die Politik und was tatsächlich in den Klassenzimmern passiert – das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.“

Lokale Entscheidungen dominieren

Obwohl Chatbots seit mehr als drei Jahren weit verbreitet sind, zeigt die Umfrage, dass die Bundesstaaten sich in den frühen Phasen der Auseinandersetzung mit generativer KI befinden, wobei die meisten noch keine offiziellen Richtlinien implementiert haben. Viele Bundesstaaten bieten Leitlinien oder Werkzeugkästen an oder beginnen, landesweite Richtlinien zu schreiben, jedoch dominieren lokale Entscheidungen das Feld, wobei jeder Schulbezirk hauptsächlich für die Gestaltung seiner eigenen Pläne verantwortlich ist.

Bei der Frage, ob ihr Bundesstaat generative KI-Richtlinien implementiert hat, berichteten die Befragten von einem hohen Maß an lokalem Einfluss, unabhängig davon, ob ein Bundesstaat Leitlinien herausgegeben hat oder nicht. „Wir sind ein ‚Lokale-Kontrolle‘-Bundesstaat, daher haben einige Schulbezirke (generative KI) verboten“, schrieb ein Befragter. „Unser Bildungsministerium hat einen KI-Werkzeugkasten, aber die Richtlinien sind alle lokal“, schrieb ein anderer.

Staaten als Leuchtturm

Staatliche Richtlinien können jedoch wichtige Leitlinien bieten, indem sie Ethik, Chancengleichheit und Sicherheit priorisieren und anpassungsfähig an sich ändernde Bedürfnisse sind. Eine kohärente staatliche Politik kann auch zentrale Fragen beantworten, wie etwa akzeptable Schülernutzung von KI, und sicherstellen, dass konsistentere Praktiken eingehalten werden. Ohne eine solche Richtung sind die Bezirke gezwungen, selbst geeignete und effektive Anwendungen zu identifizieren und Schutzmaßnahmen zu konstruieren.

Der Einsatz von KI und die Entwicklung von Richtlinien sind ungleich verteilt, abhängig von den Ressourcen der Schulen. Daten zeigen, dass Lehrer und Direktoren an Schulen mit höherer Armutsquote etwa halb so wahrscheinlich Zugang zu KI-Leitlinien haben. Die ärmsten Schulen nutzen auch seltener KI-Tools.

Einführung neuer Technologien

Eine Umfrage ergab, dass 60 % der Lehrer angeben, KI in ihrer Arbeit auf verschiedene Weise zu nutzen. Ebenso zeigt die Umfrage eine „schattenhafte Nutzung von KI“, bei der Mitarbeiter generative KI ohne ausdrückliche Genehmigung der Schul- oder Bezirkssicherheit einsetzen.

Einige Bundesstaaten bieten Schulen die Möglichkeit, sich um einen einmaligen wettbewerbsfähigen Zuschuss zu bewerben, um eine KI-gestützte Plattform ihrer Wahl zu finanzieren, solange die Produktanbieter vom Bundesstaat genehmigt sind. Zuschussanträge, die sich auf die Unterstützung von Schülern oder die berufliche Entwicklung von Lehrern konzentrieren, haben Vorrang.

Ein wichtiger Themenbereich, der sich aus den Umfrageantworten ergab, ist die Notwendigkeit, ethische Prinzipien bei der Bereitstellung von Leitlinien zur Nutzung von KI-Technologie im Unterricht zu betonen. Dies könnte damit beginnen, sicherzustellen, dass Schüler und Lehrer die Einschränkungen und Möglichkeiten von generativer KI verstehen, diese Tools effektiv nutzen, deren Ergebnisse kritisch bewerten und deren Nutzung ethisch offenlegen.

Trotz der Verwirrung rund um KI und einer fragmentierten politischen Landschaft erkennen die Entscheidungsträger an, dass es an jeder Schule, jedem Bezirk und jedem Bundesstaat liegt, ihre Gemeinschaften und Familien einzubeziehen, um gemeinsam einen Weg nach vorne zu gestalten.

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