Partnerschaft zur Förderung von KI-Kompetenz im Gesundheitswesen
Die Partnerschaft zwischen zwei Unternehmen zielt darauf ab, einen Kurs zur allgemeinen „KI-Kompetenz“ anzubieten, der durch die europäische Gesetzgebung gefordert wird. Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit medizinischen Fachgesellschaften entwickelt und soll die grundlegenden Prinzipien der probabilistischen Medizin vermitteln.
Hintergrund der Initiative
Die Durchsetzung des EU-Gesetzes über Künstliche Intelligenz stellt eine umfassende regulatorische Änderung dar, die über technische Standards hinausgeht. Ein zentrales Element der Gesetzgebung ist die Anforderung an die „KI-Kompetenz“ unter den Nutzern dieser Systeme, insbesondere im medizinischen Bereich. Ärzte müssen über die technische und ethische Kompetenz verfügen, um algorithmische Werkzeuge verantwortungsvoll einzusetzen.
Kursinhalte
Der Kurs mit dem Titel „Verstehen, Nutzen und Verantwortung für KI“ bietet drei CME-Punkte und verfolgt einen Ansatz, der sich nicht auf spezifische Software-Tools konzentriert. Stattdessen liegt der Fokus auf den grundlegenden Prinzipien der algorithmischen Logik. Der Kurs ist in drei Module unterteilt:
- Die Transformation der Praxis
Dieses Modul untersucht die aktuellen Auswirkungen von KI auf Diagnosen, Dokumentation und organisatorische Abläufe in der klinischen Realität.
- Funktion und Grenzen
Die Teilnehmer lernen die Funktionsweise von KI-Modellen kennen, um die technischen Grenzen zu verstehen und Ergebnisse im klinischen Kontext zu interpretieren.
- Der regulatorische Rahmen
Der letzte Abschnitt übersetzt die Anforderungen der EU-Verordnung in umsetzbare Schritte, um sicherzustellen, dass Ärzte diese Technologien rechtlich konform und ethisch verantwortlich einsetzen können.
Schlussfolgerung
Der Kurs vermittelt nicht nur die erforderliche Kompetenz im Gesundheitssektor, sondern stellt auch sicher, dass diese Kenntnisse in der medizinischen Ausbildung integriert werden. Es wird anerkannt, dass KI-Kompetenz eine interdisziplinäre Notwendigkeit ist und daher von führenden medizinischen Fachgesellschaften unterstützt wird. Damit wird deutlich, dass die KI-Kompetenz nicht mehr als optionale Spezialisierung betrachtet werden kann, sondern als wesentlicher Bestandteil der modernen medizinischen Praxis.