New Yorker RAISE-Gesetz stärkt KI-Sicherheit und Transparenz

NY erlässt RAISE-Gesetz im Rahmen des Bundesvorstoßes zur KI-Sicherheit

Am 3. Februar trafen sich Führungskräfte der Branche, hochrangige Beamte des Weißen Hauses und Mitglieder des Kongresses in Washington, DC, zu einem Technologiegipfel. Während dieser Veranstaltung stellte der Nationale Cyber-Direktor des Weißen Hauses einen bevorstehenden KI-Sicherheitsrichtlinienrahmen vor, der darauf abzielt, Cybersicherheitsmaßnahmen in die von den USA geführten KI-Technologiestacks zu integrieren. Der Rahmen wird in Zusammenarbeit mit dem Büro für Wissenschafts- und Technologiestandards entwickelt, allerdings wurde kein Zeitrahmen für die Veröffentlichung bekannt gegeben.

Fokus auf Sicherheit und Innovation

Der Nationale Cyber-Direktor betonte, dass der Sicherheitsrahmen so gestaltet wird, dass Sicherheit nicht als Hindernis für Innovation wahrgenommen wird, sondern in das System integriert wird. Dies entspricht der pro-industriellen Haltung der Verwaltung bezüglich der KI. Dieses Ziel steht im Einklang mit dem zweiten Pfeiler des KI-Aktionsplans des Weißen Hauses, der die Schaffung eines auf KI fokussierten Informations- und Analysezentrums vorsieht.

Einführung des RAISE-Gesetzes in New York

Am 19. Dezember wurde New York der zweite Bundesstaat, der einen gezielten Regulierungsrahmen für große KI-Entwickler einführte. Der Gouverneur unterzeichnete das Responsible AI Safety and Education (RAISE)-Gesetz, das neue Transparenz-, Sicherheits- und Meldepflichten für Entwickler von fortschrittlichen KI-Modellen auferlegt. Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 2027 in Kraft.

Details zum RAISE-Gesetz

Das RAISE-Gesetz folgt dem kalifornischen Gesetz zur Transparenz in der KI und erfordert von großen Entwicklern die Erstellung und Offenlegung von Sicherheitsprotokollen, die katastrophale Risiken ansprechen. Die Strafen für Verstöße können bis zu 30 Millionen Dollar betragen. Entwickler müssen Sicherheitsvorfälle innerhalb von 72 Stunden melden, was strenger ist als die Regelungen in Kalifornien.

Bundesgesetzgebung und Herausforderungen

Die Unterzeichnung des RAISE-Gesetzes erfolgt kurz nach einer Exekutivverordnung des Weißen Hauses, die eine „minimal belastende“ bundesweite Regulierung der KI unterstützt. Diese soll ein Flickwerk von staatlichen Gesetzen verhindern. Allerdings gibt es bisher keine Anzeichen dafür, dass die dafür zuständige Task Force Aktionen gegen spezifische staatliche KI-Gesetze eingeleitet hat.

Ausblick

Mit der Verabschiedung des RAISE-Gesetzes und ähnlichen Regelungen in anderen Bundesstaaten deutet sich eine Bewegung hin zu einem einheitlichen Regulierungsrahmen für KI an. Die Entwicklungen könnten weitreichende Auswirkungen auf die Industrie haben und die Art und Weise, wie KI reguliert wird, entscheidend beeinflussen.

More Insights

Verantwortungsvolle KI: Ein unverzichtbares Gebot für Unternehmen

Unternehmen sind sich der Notwendigkeit von verantwortungsvollem KI-Betrieb bewusst, behandeln ihn jedoch oft als nachträglichen Gedanken oder separates Projekt. Verantwortliche KI ist eine vordere...

Neues KI-Governance-Modell gegen Schatten-KI

Künstliche Intelligenz (KI) verbreitet sich schnell in den Arbeitsplatz und verändert, wie alltägliche Aufgaben erledigt werden. Unternehmen müssen ihre Ansätze zur KI-Politik überdenken, um mit der...

EU plant Aufschub für AI-Gesetzgebung

Die EU plant, die Anforderungen für risikobehaftete KI-Systeme im KI-Gesetz bis Ende 2027 zu verschieben, um Unternehmen mehr Zeit zu geben, sich anzupassen. Kritiker befürchten, dass diese...

Weißes Haus lehnt GAIN AI-Gesetz ab: Nvidia im Fokus

Das Weiße Haus hat sich gegen den GAIN AI Act ausgesprochen, während es um die Exportbeschränkungen für Nvidia-AI-Chips nach China geht. Die Diskussion spiegelt die politischen Spannungen wider, die...

Ethische KI als Beschleuniger für Innovation

Unternehmen stehen heute unter Druck, mit künstlicher Intelligenz zu innovieren, oft jedoch ohne die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen. Indem sie Datenschutz und Ethik in den Entwicklungsprozess...

KI im Recruiting: Verborgene Risiken für Arbeitgeber

Künstliche Intelligenz verändert die Art und Weise, wie Arbeitgeber Talente rekrutieren und bewerten. Während diese Tools Effizienz und Kosteneinsparungen versprechen, bringen sie auch erhebliche...

KI im australischen Kabinett: Chancen und Sicherheitsbedenken

Die australische Regierung könnte in Betracht ziehen, KI-Programme zur Erstellung sensibler Kabinettsanträge zu nutzen, trotz Bedenken hinsichtlich Sicherheitsrisiken und Datenverletzungen...