Neue Regeln für KI-Nachrichten in New York: Gefahr für die Pressefreiheit

Neue Regeln für KI-Nachrichten in New York könnten die Unabhängigkeit untergraben: Experten

Nachrichtenorganisationen in New York müssen den Einsatz von künstlicher Intelligenz in veröffentlichten Inhalten offenlegen und dürfen die Arbeiten ihrer Mitarbeiter nicht ohne öffentliche Bekanntmachung zur Schulung von KI-Systemen verwenden, so ein Gesetzesentwurf, der von Demokraten in Albany gesponsert wird.

Der in diesem Monat vorgestellte Gesetzentwurf findet breite Unterstützung von Gewerkschaften, die Journalisten, Schauspieler und Autoren vertreten. Experten der Ersten Verfassung warnen jedoch, dass der Vorschlag problematisch sei, da er Regierungsbeamten Einblick in die Entscheidungsprozesse in Nachrichtenredaktionen ermöglichen könnte.

Gesetzesentwurf und seine Implikationen

Der „New York Fundamental Artificial Intelligence Requirements in News Act“, gesponsert von einem Senator und einer Abgeordneten, wird von Befürwortern als Mittel zum Schutz der verletzlichen Journalismusbranche angepriesen und soll sicherstellen, dass die Öffentlichkeit den Nachrichten, die sie konsumiert, vertrauen kann. Dies geschieht in einem Kontext, in dem die Branche mit erheblichen Rückgängen und Schließungen von Print- und Fernsehredaktionen konfrontiert ist.

Die Nutzung von KI im Journalismus reicht von der Unterstützung bei der Transkription von Interviews bis zum Schreiben von Code. Viele Nachrichtenorganisationen sind unsicher, wie sie KI einsetzen und wann sie dies den Lesern offenlegen sollten.

Kritik am Gesetzentwurf

Experten warnen, dass der Gesetzentwurf die Botschaft der Regierung über Inhalte in Nachrichtenredaktionen verbreiten könnte und auf eine Vielzahl von Anwendungen zutrifft. Einige befürchten, dass er zu einer Überregulierung führen könnte.

Einige Anforderungen, wie die Notwendigkeit einer menschlichen Überprüfung von Inhalten, könnten auf den ersten Blick vernünftig erscheinen. Dennoch erlauben sie der Regierung, die redaktionellen Entscheidungen von Redakteuren und Reportern zu überwachen. Diese Art der Aufsicht ist nicht mit einer freien und unabhängigen Presse vereinbar.

Vertrauen in die journalistische Arbeit

Der Gesetzentwurf schreibt vor, dass Nachrichtenorganisationen in New York vollständig offenlegen müssen, wie und wann KI am Arbeitsplatz eingesetzt wird. Alle Nachrichteninhalte, die wesentlich von generativer KI erstellt wurden, müssen vor der Veröffentlichung von einem menschlichen Mitarbeiter mit redaktioneller Kontrolle überprüft werden.

Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass das Offenlegen des Einsatzes von KI manchmal negative Folgen haben kann, da Studien zeigen, dass dies zu einem Vertrauensverlust beim Publikum führen kann.

Schlussfolgerung

Die Diskussion über den Einsatz von KI im Journalismus ist komplex, und der Gesetzentwurf reflektiert die Ängste vieler über die Auswirkungen von KI auf die Nachrichtenproduktion. Es bleibt abzuwarten, wie diese neuen Regelungen umgesetzt werden und welche langfristigen Auswirkungen sie auf die Unabhängigkeit der Presse haben werden.

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