5 neue Vorschläge zur Regulierung von KI im Bundesstaat Washington
Die Gesetzgeber im Bundesstaat Washington versuchen erneut, die künstliche Intelligenz zu regulieren und haben in dieser Sitzung eine Reihe von Gesetzentwürfen vorgestellt, die darauf abzielen, Diskriminierung einzudämmen, die Nutzung von KI in Schulen zu beschränken und neue Verpflichtungen für Unternehmen einzuführen, die emotional ansprechende KI-Produkte entwickeln.
Die diesjährigen Gesetzentwürfe konzentrieren sich auf Kinder, psychische Gesundheit und Entscheidungen mit hohen Einsätzen wie Einstellung, Wohnen und Kreditvergabe. Diese Vorschläge könnten Anbieter von HR-Software, Unternehmen im Bildungsbereich, Startups im Bereich psychische Gesundheit und generative KI-Plattformen im Bundesstaat Washington betreffen.
Die Vorschläge kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Kongress weiterhin über die Aufsicht über KI debattiert, jedoch wenig konkrete Maßnahmen ergreift, was den Bundesstaaten erlaubt, eigene Regelungen auszuprobieren. Ein Zwischenbericht des KI-Ausschusses des Bundesstaates Washington stellt fest, dass der „hands-off Ansatz“ der Bundesregierung eine „entscheidende regulatorische Lücke“ geschaffen hat, die die Bürger von Washington gefährdet.
HB 2157
Dieser umfassende Gesetzentwurf würde sogenannte Hochrisiko-KI-Systeme regulieren, die Entscheidungen über Beschäftigung, Wohnen, Kredit, Gesundheitsversorgung, Bildung, Versicherung und Bewährung erheblich beeinflussen. Unternehmen, die diese Systeme im Bundesstaat Washington entwickeln oder einsetzen, wären verpflichtet, Diskriminierungsrisiken zu bewerten und zu mindern, offenzulegen, wenn Menschen mit KI interagieren, und zu erklären, wie KI zu nachteiligen Entscheidungen beigetragen hat. Verbraucher könnten ebenfalls Erklärungen für Entscheidungen erhalten, die durch KI beeinflusst wurden.
Der Vorschlag würde nicht für risikoarme Werkzeuge wie Spam-Filter oder grundlegende Kundenservice-Chatbots gelten, noch für KI, die ausschließlich für Forschungszwecke verwendet wird.
SB 5984
Dieser Gesetzentwurf, der von der Regierung angefordert wurde, konzentriert sich auf KI-Chatbots und würde wiederholte Offenlegungen verlangen, dass ein KI-Chatbot kein Mensch ist, sexuell explizite Inhalte für Minderjährige verbieten und Protokolle zur Suizidprävention vorschreiben. Verstöße würden unter das Verbraucherschutzgesetz des Bundesstaates Washington fallen.
Die Feststellungen des Gesetzentwurfs warnen, dass KI-Chatbots die Grenze zwischen menschlicher und künstlicher Interaktion verwischen und emotionale Abhängigkeit oder schädliche Ideationen, einschließlich Selbstverletzung, insbesondere bei Minderjährigen, verstärken können.
SB 5870
Ein verwandter Gesetzentwurf geht noch weiter und schafft eine potenzielle zivilrechtliche Haftung, wenn ein KI-System angeblich zu einem Suizid beigetragen hat. Unternehmen könnten verklagt werden, wenn ihr KI-System Selbstverletzungen gefördert, Anleitungen gegeben oder versäumt hat, Nutzer auf Krisenressourcen hinzuweisen.
SB 5956
Dieser Gesetzentwurf zielt auf die Verwendung von KI in K-12-Schulen ab, verbietet prädiktive „Risikobewertungen“, die Schüler als potenzielle Störenfriede kennzeichnen, und untersagt die Echtzeit-Biometrieüberwachung wie Gesichtserkennung.
SB 5886
Dieser Vorschlag aktualisiert das Recht auf Öffentlichkeitsarbeit im Bundesstaat Washington, um ausdrücklich KI-generierte gefälschte digitale Abbilder, einschließlich überzeugender Sprachklone und synthetischer Bilder, abzudecken. Die Verwendung des KI-generierten Abbilds einer Person für kommerzielle Zwecke ohne deren Zustimmung könnte Unternehmen haftbar machen.
Fazit
Die vorgeschlagenen Gesetzentwürfe spiegeln den wachsenden Druck wider, klare Regeln für die Nutzung von KI zu schaffen und die Rechte der Bürger zu schützen. Während der Bundesstaat Washington proaktive Schritte unternimmt, bleibt abzuwarten, wie effektiv diese Maßnahmen sein werden und welche Auswirkungen sie auf die Technologiebranche haben könnten.