Kommentar: Neue KI-Gesetze in Kalifornien, die 2026 für Sie wichtig sind
Mit dem Jahr 2026 wird deutlich, dass 2025 als Wendepunkt in die Geschichte eingehen wird: das Jahr, in dem künstliche Intelligenz (KI) zu einem regelmäßigen Bestandteil des täglichen Lebens wurde. KI-Anwendungen sind mittlerweile allgegenwärtig, und es wird immer schwieriger, zwischen echten und KI-generierten Inhalten zu unterscheiden.
Jeder Sektor, sei es Unterhaltung, Finanzen, Gesundheitswesen und mehr, setzt sich mit den Folgen auseinander. Auch das Bildungswesen bleibt davon nicht unberührt.
Es wäre verlockend, die Augen vor der Entwicklung zu verschließen und abzuwarten, inwieweit sich KI entfaltet. Doch unabhängig davon, ob wir sie begrüßen oder nicht, KI ist hier, beschleunigt sich und wird von denjenigen geprägt, die bereit sind, sich damit auseinanderzusetzen – dazu gehören Bildungseinrichtungen, Familien und Entscheidungsträger.
Oftmals werden Menschen als „KI-Optimisten“ oder „KI-Pessimisten“ kategorisiert. Die Wahrheit ist jedoch komplexer. Ich sehe sowohl großes Potenzial für Bildungseinrichtungen, um personalisiertes Lernen zu ermöglichen, als auch echte Risiken, insbesondere wenn Innovation schneller voranschreitet als die notwendigen Schutzmaßnahmen.
Entwicklung der KI-Gesetzgebung in Kalifornien
In diesem Kontext haben kalifornische Gesetzgeber bedeutende Schritte in Richtung einer führenden Rolle in der KI-Politik unternommen. Während die 2025 verabschiedeten Gesetze noch verbesserungswürdig sind, bieten sie einen wachsenden Katalog von Regelungen, die darauf abzielen, öffentliche Interessen zu schützen, während der Einsatz von KI zunimmt.
Wichtige KI-Gesetze aus 2025
SB 53 (Wiener) — Transparenz im Frontier-AI-Gesetz
Dieses Gesetz verpflichtet Entwickler großer „Frontier“-KI-Modelle, Sicherheitsprotokolle zu veröffentlichen, bedeutende Vorfälle zu melden und Whistleblower zu schützen. Es wurde in Kraft gesetzt.
SB 243 (Padilla) — KI-Chatbot-Schutzmaßnahmen für Minderjährige
Dieses Gesetz gilt für KI-„Begleitwerkzeuge“, die von Minderjährigen genutzt werden, und verlangt Offenlegungen, dass die Nutzer mit KI interagieren, sowie Schutzmaßnahmen gegen schädliche Inhalte. Es wurde in Kraft gesetzt.
SB 11 (Ashby) — KI und digitale Repliken
Dieses Gesetz erfordert Warnungen, wenn KI-Tools realistische gefälschte Bilder, Audio oder Video generieren können, und weist die Gerichte an, Authentifizierungsstandards für KI-generierte Beweise zu überprüfen. Es trat ohne die Unterschrift des Gouverneurs in Kraft.
Zusätzlich wurden zwei Gesetzentwürfe durch die Legislative verabschiedet, die jedoch vom Gouverneur vetoisiert wurden.
Der erste, der LEAD for Kids Act (AB 1064), hätte KI-Begleit-Chatbots eingeschränkt, die wahrscheinlich Selbstverletzung, Gewalt oder sexuelle Inhalte fördern. Der Gouverneur wies das Gesetz jedoch mit der Begründung zurück, dass die Sprache zu weit gefasst sei. Dies verdeutlicht die Komplexität, die bei der Gesetzgebung schnelllebiger Technologien zu beachten ist.
Ein weiterer, der No Robo Bosses Act (SB 7), hätte die Offenlegung verlangt, wenn KI bei Einstellungs- oder Disziplinarentscheidungen eingesetzt wird, und die alleinige Abhängigkeit von automatisierten Systemen verboten. Der Gouverneur vetoisierte diesen Gesetzesentwurf, da die vorgeschlagenen Regelungen als „unfokussiert“ beschrieben wurden und keine gezielten Lösungen für die Risiken boten.
Fazit
Mit dem Wiederbeginn der Legislaturperiode 2026 sollten wir die Gesetzgeber ermutigen, schülerzentrierte KI-Politiken zu priorisieren, die Sicherheit, Transparenz und Unterstützung für Lehrkräfte betonen. Die Herausforderungen, vor denen Schulen stehen, gehen über Plagiat oder Betrug hinaus; sie umfassen digitale Sicherheit, die Erosion von kritischem Denken und wie wir junge Menschen auf eine von KI geprägte Zukunft vorbereiten.
KI wartet nicht darauf, dass wir aufholen, und das sollten unsere Politiken auch nicht. Angesichts begrenzter bundesstaatlicher Maßnahmen liegt der Fokus auf Kalifornien. In der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt ist Führung keine Option; sie ist eine Verantwortung, und unsere Jugend kann es sich nicht leisten, dass Bildungseinrichtungen am Rande bleiben.