Neue IT-Regeln: Klare Kennzeichnung und schnellere Maßnahmen für KI-Inhalte

Neue IT-Regeln der Regierung machen die Kennzeichnung von KI-Inhalten verpflichtend

Die Regierung hat KI-generierte Inhalte wie Deepfake-Videos, synthetische Audios und bearbeitete Bilder erstmals in einen formalen regulatorischen Rahmen aufgenommen, indem sie die IT-Vermittlungsrichtlinien Indiens geändert hat. Diese Änderungen treten am 20. Februar in Kraft.

Definition von KI-generierten Inhalten

Die neuen Regeln definieren erstmals „synthetisch generierte Informationen“ (SGI). Dazu gehören alle audiovisuellen Inhalte, die mithilfe von Computerressourcen erstellt oder verändert wurden und realistisch wirken, sodass sie als echt durchgehen könnten. Routinebearbeitungen wie Farbkorrekturen oder Übersetzungen sind jedoch von dieser Regelung ausgenommen, solange sie die ursprüngliche Bedeutung nicht verzerren.

Verpflichtungen für soziale Medien

Große soziale Plattformen wie Instagram, YouTube und Facebook müssen vor dem Hochladen eines Inhalts abfragen, ob dieser KI-generiert ist. Neben der Selbstdeklaration müssen diese Plattformen auch automatisierte Werkzeuge einsetzen, um das Format, die Quelle und die Art des Inhalts zu überprüfen.

Wenn ein Inhalt als synthetisch gekennzeichnet wird, muss ein sichtbares Offenlegungslabel hinzugefügt werden. Plattformen, die wissentlich gegen diese Regeln verstoßen, gelten als nachlässig.

Reaktionszeiten und rechtliche Konsequenzen

Die Reaktionsfristen wurden erheblich verkürzt. Plattformen haben nun drei Stunden Zeit, um auf bestimmte rechtmäßige Anfragen zu reagieren, statt vorher 36 Stunden. Die Frist von 15 Tagen wurde auf sieben Tage verkürzt, und die 24-Stunden-Frist wurde auf 12 Stunden halbiert.

Die Regeln sehen auch eine direkte Verbindung zwischen synthetischen Inhalten und dem Strafrecht vor. SGI, die missbräuchliche Inhalte, obszöne Inhalte oder falsche elektronische Aufzeichnungen betreffen, fallen nun unter spezifische Gesetze.

Benachrichtigung der Nutzer

Plattformen müssen ihre Nutzer mindestens einmal alle drei Monate über die möglichen Strafen bei Missbrauch von KI-Inhalten informieren. Die Regierung hat sich jedochergestellt, dass die Maßnahmen gegen synthetische Inhalte nicht den Schutz gemäß dem IT-Gesetz aufheben.

Fazit

Die neuen IT-Regeln bringen erhebliche Änderungen mit sich, die eine größere Verantwortung für soziale Medien und eine klare Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten erfordern. Dies soll nicht nur Transparenz schaffen, sondern auch die Nutzer schützen und die Verbreitung von schädlichen Inhalten eindämmen.

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