Analyse der neuen Gesetze für KI-Companion-Chatbots
Unternehmen, die Companion-Chatbots in bestimmten Bundesstaaten betreiben, unterliegen neuen gesetzlichen Verpflichtungen. Dazu gehört die Bereitstellung von Hinweisen an die Nutzer und die Sicherstellung von Protokollen zur Verhinderung von Selbstschäden.
Am 1. Januar 2026 trat das Gesetz über Companion-Chatbots in Kalifornien in Kraft, das bestimmte Verpflichtungen für Betreiber festlegt, um „kritische, angemessene und erreichbare“ Schutzmaßnahmen im Umgang mit diesen Technologien zu implementieren, insbesondere zum Schutz von Minderjährigen. Dieses Gesetz folgt dem Gesetz über KI-Companion-Modelle von New York, das am 5. November 2025 in Kraft trat.
Hintergrund
Mit der fortschreitenden Integration von KI in unseren Alltag sind Chatbots eine der am weitesten verbreiteten Formen dieser Technologie. Companion-Chatbots zielen darauf ab, menschenähnliche Interaktionen zu fördern und emotionale Bindungen zu Nutzern aufzubauen. Es gibt wachsende Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen dieser Interaktionen auf Nutzer, insbesondere auf Minderjährige.
Obwohl andere Bundesstaaten Gesetze erlassen haben, die Chatbots dazu verpflichten, ihre KI-Natur offenzulegen, war New York der erste Bundesstaat, der zusätzliche Verpflichtungen für Betreiber von Companion-Chatbots eingeführt hat. Dies geschah angesichts der zunehmenden Nutzung solcher Chatbots zur emotionalen oder psychischen Unterstützung.
Vergleich der Gesetze von New York und Kalifornien
- Definition des Betreibers: In New York ist ein Betreiber jede Person oder Organisation, die einen KI-Companion-Chatbot bereitstellt. In Kalifornien ist es jede Person, die eine Plattform für Companion-Chatbots in diesem Bundesstaat bereitstellt.
- Definition des Companion-Chatbots: In New York ist ein KI-Companion-Chatbot ein System, das darauf ausgelegt ist, eine nachhaltige menschliche Beziehung zu simulieren. In Kalifornien wird ein Companion-Chatbot als KI-System definiert, das soziale Bedürfnisse erfüllt und menschliche Interaktionen nachahmt.
- Benachrichtigungspflichten: In New York muss der Betreiber dem Nutzer zu Beginn der Interaktion klar mitteilen, dass er nicht mit einem Menschen spricht. In Kalifornien müssen Betreiber zudem Minderjährigen spezifische Hinweise zu ihrem Status als KI geben.
- Transparenzprotokolle: Kalifornien verlangt von Betreibern, Protokolle zur Erkennung und Ansprache von Selbstschaden zu implementieren.
- Durchsetzungsmechanismen: In New York kann der Generalstaatsanwalt gegen Verstöße vorgehen, während in Kalifornien auch Einzelpersonen rechtliche Schritte einleiten können.
Potenzielle Auswirkungen
Unternehmen sollten ihre Chatbot-Angebote bewerten, um festzustellen, ob sie unter die Definition eines „Betreibers“ fallen. Wenn ja, sollten sie folgende Schritte zur Einhaltung der gesetzlichen Verpflichtungen unternehmen:
- Implementierung relevanter Transparenzprotokolle.
- Sicherstellung, dass die Hinweise klar und deutlich sind.
- Entwicklung von Verfahren zur Überwachung der Einhaltung dieser Protokolle.
- Einhaltung spezifischer Anforderungen für Minderjährige in Kalifornien, einschließlich der Entwicklung von Mechanismen zur Verfolgung von Notfallüberweisungen.
Schlussfolgerung
Die neuen Gesetze für Companion-Chatbots in Kalifornien und New York stellen wichtige Schritte zum Schutz der Nutzer dar, insbesondere der Minderjährigen. Unternehmen müssen sich der neuen Anforderungen bewusst sein und sicherstellen, dass sie die notwendigen Maßnahmen zur Einhaltung ergreifen, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.