GSA’s Vorgeschlagene KI-Klausel: Ein tiefer Einblick in neue Anforderungen für Regierungsauftragnehmer
Die General Services Administration (GSA) hat am 6. März 2026 einen Entwurf für eine bedeutende neue Vertragsklausel veröffentlicht, die GSAR 552.239-7001 mit dem Titel „Grundlegende Sicherung von KI-Systemen“. Diese vorgeschlagene Klausel wird, wenn sie angenommen wird, erhebliche und weitreichende Verpflichtungen für Auftragnehmer, die der Regierung KI-Lösungen bereitstellen, auferlegen.
Zusammenfassung
Die vorgeschlagene GSAR-Klausel zielt darauf ab, einen einheitlichen Regelungsrahmen für den Erwerb und die Nutzung von KI-Systemen in allen GSA-Verträgen zu schaffen. Sie führt mehrere bedeutsame Verpflichtungen ein, die das Marktumfeld für KI der Regierung umgestalten könnten. Besonders hervorzuheben ist, dass der Regierung umfassende Eigentumsrechte an allen „Regierungsdaten“ und „benutzerdefinierten Entwicklungen“ eingeräumt werden, während Auftragnehmer die Verwendung dieser Daten für das Training oder die Verbesserung von KI-Modellen untersagt wird. Außerdem wird die Verwendung von „amerikanischen KI-Systemen“ gefordert.
Umfang und Anwendbarkeit
Die neue Klausel soll in alle Ausschreibungen und Verträge „für KI-Fähigkeiten“ aufgenommen werden. Der Begriff „KI-Fähigkeiten“ wird nicht definiert, was zu Unklarheiten über den vollen Umfang der Klausel führt. Die Entwurf definiert jedoch mehrere kritische Begriffe, die ihren Einflussbereich klären.
„Regierungsdaten“ umfassen sowohl „Dateninputs“ (z. B. Benutzeraufforderungen) als auch „Datenoutputs“ (z. B. Systemantworten und Analysen).
Rechte an geistigem Eigentum und Daten
Die vorgeschlagene Klausel etabliert ein System von Rechten an geistigem Eigentum und Daten, das stark zugunsten der Regierung ausgelegt ist. Der Regierung gehören alle „Regierungsdaten“ und „benutzerdefinierten Entwicklungen“. Auftragnehmer erhalten lediglich eine eingeschränkte, widerrufbare Lizenz zur Nutzung dieser Daten für die Vertragserfüllung.
Sicherheits-, Datenschutz- und Vorfallberichterstattung
Die Entwurfsklausel verlangt einen umfassenden Sicherheitsrahmen. Auftragnehmer müssen „angemessene technische, administrative, physische und organisatorische Schutzmaßnahmen“ umsetzen, um die Regierungsdaten vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Ein zentrales Anliegen ist die Implementierung von Verfahren zur „augenlosen“ Datenverarbeitung, die die menschliche Überprüfung auf notwendige Fälle beschränkt.
Verantwortlichkeiten der Auftragnehmer
Die vorgeschlagene Klausel regelt nicht nur die Hauptauftragnehmer, sondern auch Subunternehmer und kommerzielle KI-Anbieter. Es wird eine direkte Haftung für die Einhaltung aller Bedingungen durch die „Service Provider“ auferlegt.
Änderungsmanagement, Portabilität und Interoperabilität
Die vorgeschlagene Klausel zielt darauf ab, Vendor Lock-in zu verhindern und die Flexibilität der Regierung durch strenge Regeln für das Änderungsmanagement und die Datenportabilität zu gewährleisten.
Leistungsstandards, Evaluierung und Abhilfemaßnahmen
Ein zentrales Merkmal der Klausel ist die Verpflichtung der Auftragnehmer zur Einhaltung eines Sets von „unvoreingenommenen KI-Prinzipien“. Diese Prinzipien verlangen, dass das KI-System „wahrhaftig“ ist und die „historische Genauigkeit, wissenschaftliche Untersuchung und Objektivität“ priorisiert.
Praktische Auswirkungen für Auftragnehmer und die Branche
Wenn die vorgeschlagene GSAR-Klausel umgesetzt wird, wird sie erhebliche praktische Auswirkungen auf die Branche der Regierungsaufträge haben. Die umfassenden Eigentumsrechte der Regierung an Daten und benutzerdefinierten Entwicklungen, kombiniert mit dem Verbot der Nutzung dieser Daten für das Training von Modellen, stellt die Geschäftsmodelle vieler kommerzieller KI-Anbieter in Frage.
Empfohlene sofortige Maßnahmen und Kommentarbereiche für Interessengruppen
Die Zeit drängt für Auftragnehmer und andere Interessengruppen, die kommentieren möchten: Die vorgeschlagene Klausel wurde am 6. März 2026 veröffentlicht, und die GSA akzeptiert öffentliche und branchenweite Rückmeldungen bis zum 20. März 2026.
Fazit und nächste Schritte
Die vorgeschlagene GSAR-Klausel stellt einen bedeutenden Schritt der Regierung dar, ihre Beschaffung von KI zu regulieren. Ihre Bestimmungen zu Datenrechten, Sicherheit und Leistung gehören zu den detailliertesten im Bereich des Bundesauftragswesens.