Mit neuer KI-Exekutive verschieben sich Sicherheitsbelastungen auf Benutzer und Organisationen
Am 11. Dezember gab die Trump-Administration eine neue Exekutivverordnung (EO) bekannt, die die langfristige Richtung der KI-Regulierung in den Vereinigten Staaten grundlegend verändert hat. Diese Maßnahme entzieht den Bundesstaaten die regulatorischen Befugnisse im Bereich KI und überträgt sie auf die Bundesregierung.
Kurzfristige Auswirkungen
Auf kurze Sicht hat dieser Schritt Störungen und Risiken geschaffen, gegen die sich Organisationen absichern müssen. Langfristig könnte dies jedoch eine positive Entwicklung sein; während das Hauptziel der Exekutive darin besteht, staatliche Gesetze letztlich außer Kraft zu setzen, verspricht sie auch, den ersten Schritt in Richtung einer zentralisierten, landesweiten KI-Gesetzgebung zu machen, die letztendlich sicherer und effizienter ist als das derzeit bestehende Flickwerk aus staatlichen Gesetzen.
Der aktuelle Stand der KI-Regulierung
Vor der EO am 11. Dezember hatten verschiedene Bundesstaaten ihre eigenen KI-Gesetze erlassen, was zu einem ungleichmäßigen und manchmal widersprüchlichen Regelwerk im ganzen Land führte. Kalifornien beispielsweise verabschiedete in den letzten Jahren eine Reihe von Gesetzen, die von KI-Unternehmen verlangen, die Sicherheit ihrer Modelle zu überprüfen, Diskriminierung zu begrenzen und die Anwesenheit oder Nutzung von KI in bestimmten Bereichen offenzulegen. Texas hingegen führte verschiedene und weniger strenge KI-Vorschriften ein, die darauf abzielten, Diskriminierung auf andere Weise zu verhindern und potenzielle Schäden für die Benutzer zu begrenzen.
Die unmittelbare Konsequenz der Exekutive vom 11. Dezember ist, dass die Zukunft der verschiedenen staatlichen Gesetze nun in Frage steht, obwohl sie noch nicht formell aufgehoben wurden.
Vorbereitung auf die Zukunft der KI-Regulierung
Um sich in diesem unsicheren regulatorischen Umfeld zu orientieren und das Risiko sowohl kurz- als auch langfristig zu minimieren, sollten Führungskräfte folgende drei bewährte Praktiken befolgen:
- Automatisierung der Compliance: Angesichts der unklaren KI-Regulierung sollten Organisationen Schritte unternehmen, um die regulatorische Compliance zu automatisieren, anstatt den Aufwand manuell zu betreiben. Manuelle Überprüfungen sind nach wie vor wichtig, aber die fließende Natur der KI-Regulierung macht es ineffizient und riskant, Compliance-Maßnahmen manuell zu aktualisieren. Automatisierte Compliance reduziert das Risiko menschlicher Fehler und gibt dem Team mehr Zeit für strategische Initiativen.
- Daten sichern und verwalten: Es ist derzeit nicht ganz klar, welche Verpflichtungen die Hersteller von KI-Modellen und andere Akteure in der KI-Branche gegenüber ihren Kunden haben. Diese Unsicherheit in Bezug auf Regulierung und Compliance schafft Risiken, weshalb Organisationen sich darauf konzentrieren sollten, was sie kontrollieren können, indem sie die Datensicherheit und -verwaltung stärken.
- Compliance als fortlaufende Herausforderung neu denken: Organisationen sollten Regulatory Compliance als eine fließende, kontinuierliche Herausforderung betrachten, anstatt als statisches, einmaliges Ziel. Aufgrund der rasanten Entwicklung der KI werden die Vorschriften in verschiedenen Regionen in den kommenden Jahren weiterentwickelt. Dies ist weit entfernt von der endgültigen Wendung in der Geschichte der KI-Regulierung.
Führungskräfte können letztendlich nur das kontrollieren, was sie kontrollieren können. Daher ist es wichtig, die Organisation sicher zu halten und schnell zu handeln, während sich die Situation weiterentwickelt.