White House Skizze einer KI-Politikagenda im neuen nationalen Rahmen
Am 20. März 2026 veröffentlichte die Regierung eine kurze, aber bedeutende Reihe von legislativen Empfehlungen im Rahmen des Nationalen Politikrahmens für Künstliche Intelligenz. Das Dokument selbst ist kein Gesetz und schafft keine verbindlichen Verpflichtungen. Es sendet jedoch ein klares Signal über die Prioritäten der Bundesregierung im Bereich KI und die Maßnahmen, die sie dem Kongress vorschlagen könnte.
Kernpunkte der Empfehlungen
Die Empfehlungen konzentrieren sich auf sieben Bereiche: Kindersicherheit, Infrastruktur und wirtschaftliches Wachstum, geistiges Eigentum und digitale Replikate, Meinungsfreiheit, Entwicklung der Arbeitskräfte sowie ein bundesweiter Rahmen zur Begrenzung belastender staatlicher Vorschriften im Bereich KI.
Kindersicherheit
In Bezug auf die Kindersicherheit fordert das Papier den Kongress auf, KI-Dienste, die voraussichtlich von Minderjährigen genutzt werden, dazu zu verpflichten, Altersverifikationsmaßnahmen zu ergreifen, die den Datenschutz stärken. Zudem sollen Eltern stärkere Kontrollen über Inhalte und Konten erhalten, um Risiken wie sexuelle Ausbeutung und Selbstverletzung zu minimieren. Bestehende Datenschutzbestimmungen für Kinder sollten auch auf KI-Systeme angewendet werden.
Infrastruktur und Energie
Die Empfehlungen verbinden die Entwicklung von KI mit Infrastruktur, Energie und Gemeinschaftsauswirkungen. Der Kongress wird aufgefordert, die Verbraucher vor steigenden Stromkosten zu schützen, die mit neuen KI-Rechenzentren verbunden sind, und die Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, damit Entwickler effizienter vor Ort und hinter dem Zähler Strom erzeugen oder beschaffen können.
Geistiges Eigentum
Die Regierung nimmt eine bemerkenswerte Position ein: Sie erklärt, dass das Training von KI-Modellen mit urheberrechtlich geschütztem Material nicht gegen das Urheberrecht verstößt, während sie anerkennt, dass gegenteilige Argumente existieren, die vor Gericht geklärt werden sollten. Zudem wird empfohlen, dass der Kongress Gesetze vermeidet, die die gerichtliche Klärung der Fair-Use-Frage beeinflussen könnten.
Meinungsfreiheit und Regulierung
Die Regierung fordert den Kongress auf, es der Bundesregierung zu untersagen, Technologieunternehmen, einschließlich KI-Anbietern, zu zwingen, Inhalte aufgrund von parteiischen oder ideologischen Agenden zu entfernen oder zu ändern. Zudem sollen den Bürgern Möglichkeiten zur Verfügung gestellt werden, um gegen Zensurmaßnahmen der Behörden auf KI-Plattformen vorzugehen.
Innovation und Aufsicht
Das Papier spricht sich für regulatorische Sandkästen und einen breiteren Zugang zu bundesstaatlichen Datensätzen in KI-bereiten Formaten aus. Es wird ausdrücklich argumentiert, dass kein neues bundesstaatliches Regelungsgremium für KI geschaffen werden sollte, sondern dass die Aufsicht sektorenspezifisch durch bestehende Behörden erfolgen sollte.
Bundesvorschriften und staatliche Gesetze
Schließlich befürwortet das Dokument eine bundesstaatliche Vorrangstellung gegenüber staatlichen KI-Gesetzen, die übermäßige Belastungen auferlegen, während die staatliche Autorität zur Durchsetzung allgemein anwendbarer Gesetze und zur Regulierung der eigenen Nutzung von KI erhalten bleibt.
Fazit
Diese Empfehlungen können als frühe Roadmap gelesen werden: Washington scheint sich auf einen Rahmen zuzubewegen, der weniger auf umfassenden horizontalen KI-Vorschriften ausgerichtet ist, sondern sich stärker auf Kindersicherheit, Betrugsprävention, Meinungsfreiheit, Infrastruktur und eine national einheitliche Grundlage für die Entwicklung und den Einsatz von KI konzentriert.