NCOIL-Resolution ermutigt zu staatlicher Regulierung der KI-Nutzung in der Versicherungsbranche
Der Nationale Rat der Versicherungslegislatoren (NCOIL) erwägt eine Resolution, die die bundesweite Regulierung von künstlicher Intelligenz (KI) im Versicherungswesen ablehnt und stattdessen den einzelnen Bundesstaaten die Verantwortung überlässt.
Diskussion und Hintergrund
Ein Entwurf der Resolution wurde am 19. Februar diskutiert, während die Maßnahmen zu einem Modellgesetz zur KI pausiert wurden. Der Vorsitzende des Ausschusses für staatliche und föderale Beziehungen sowie internationale Versicherungsfragen hat die Resolution unterstützt.
Die Resolution betont, dass das staatlich basierte System der Versicherungsregulierung gemäß dem McCarran-Ferguson-Gesetz „sich über die Jahre hinweg konsistent an technologische Fortschritte angepasst hat, auf effiziente Weise und zum Schutz der Verbraucher sowie des Versicherungsmarktes.“
Chancen und Risiken der KI
Die Resolution stellt fest, dass künstliche Intelligenz zunehmend von Versicherungsunternehmen in Bereichen wie Vertrieb, Marketing, Underwriting, Bewertung, Schadensbearbeitung, Betrugsbekämpfung, Kundenbindung und Kundenservice eingesetzt wird. Die Nutzung von KI im Versicherungswesen bietet sowohl Chancen für Effizienz und Innovation als auch Risiken in Bezug auf Dinge wie Intransparenz, Datenverwaltung und den allgemeinen Verbraucherschutz.
Es wird auf einen „besorgniserregenden Trend“ auf Bundesebene hingewiesen, der die Fähigkeit der Staatsgesetzgeber einschränkt, Richtlinien zur KI und Versicherung zu entwickeln. Insbesondere wird auf ein zehnjähriges Moratorium verwiesen, das der Kongress vorgeschlagen hat, sowie auf eine kürzlich unterzeichnete, „verfassungsrechtlich fragwürdige“ Exekutivverordnung, die darauf abzielt, die staatliche Gesetzgebung und Regulierung von künstlicher Intelligenz zu verhindern.
Aufruf zur staatlichen Regulierung
NCOIL ist der Ansicht, dass es entscheidend ist, dass die Staatsgesetzgeber die Möglichkeit haben, Richtlinien und Gesetze zu entwickeln, die ihre Wähler schützen, von denen viele auf Verbraucher-Schutzmaßnahmen in Bezug auf die derzeit unbekannten Aspekte der künstlichen Intelligenz drängen.
Der Ausschuss hat über die Resolution jedoch noch nicht abgestimmt; eine Abstimmung wird für April erwartet. Es wird erwartet, dass die Resolution die Bundesstaaten ermutigt, „angemessene Schritte zu unternehmen, die die Verabschiedung von Gesetzen umfassen können, um Verbraucher zu schützen, ohne dabei Innovationen und die Vorteile, die künstliche Intelligenz bieten kann, zu behindern.“
Fazit
Die Diskussion über KI in der Versicherungsbranche bleibt ein zentrales Thema, das sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Angesichts der schnell wechselnden Landschaft ist es wichtig, dass die Gesetzgeber auf staatlicher Ebene die Kontrolle und Flexibilität behalten, um auf lokale Marktbedingungen zu reagieren und gleichzeitig den Verbraucherschutz zu gewährleisten.