Meta äußert Bedenken zu Indiens 3-Stunden-Regel für Inhalte

Meta hebt „betriebliche Herausforderungen“ bei Indiens 3-Stunden-Regel für die Entfernung von Inhalten hervor und unterstützt beratende KI-Vorschriften

Meta hat Bedenken hinsichtlich der betrieblichen Umsetzbarkeit der vorgeschlagenen drei Stunden für die Entfernung von „anstößigen Inhalten“ in Indien geäußert, während das Unternehmen seine Verpflichtung bekräftigte, den sich entwickelnden digitalen und KI-Vorschriften des Landes nachzukommen.

Herausforderungen bei der Umsetzung

Der stellvertretende Datenschutzbeauftragte des Unternehmens äußerte, dass die zeitliche Vorgabe von drei Stunden eine große Herausforderung darstellt. Jede Anfrage der Regierung müsse überprüft, untersucht und validiert werden, bevor Maßnahmen ergriffen werden können. Dies sei nicht immer innerhalb von drei Stunden möglich.

Änderungen der IT-Vorschriften

Die Änderungen an den IT-Vorschriften definieren KI-generierte Inhalte rechtlich und verlangen Kennzeichnungspflichten für solche Inhalte sowie neue Verpflichtungen für Nutzer und Plattformen. Die Frist zur Entfernung von als rechtswidrig gemeldeten Inhalten wurde von 36 Stunden auf drei Stunden verkürzt, während die Frist zur Behebung von Nutzerbeschwerden auf sieben Tage gesenkt wurde.

Indien als Hauptmarkt für Meta KI

Der Markt in Indien wurde als der größte für Meta KI beschrieben, mit einer starken frühen Akzeptanz des offenen großen Sprachmodells Llama. Indische Entwickler haben zahlreiche lokale Varianten von Llama erstellt und die KI-Tools von Meta weitreichend genutzt. Das KI-gestützte Werbetool von Meta hat nachweisliche Erfolge für indische Unternehmen erzielt.

Persönliche Superintelligenz

Das Unternehmen verfolgt die Vision einer „persönlichen Superintelligenz“, die individuelle Nutzerbedürfnisse adressiert und Aufgaben über menschliches Niveau hinaus erfüllen kann. Der Fokus liegt darauf, personalisierte KI-Assistenten zu entwickeln, die auf spezifische Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Regulierung der KI

Meta hat die beratende Herangehensweise der indischen Regierung an die KI-Politik gelobt. Der Vergleich mit den Erfahrungen der Europäischen Union zeigt, dass es wichtig ist, sich nicht auf veraltete Regeln festzulegen, während sich die Technologie weiterentwickelt.

Daten- und Jugendschutz

Im Hinblick auf den Datenschutz und die Lokalisierung von Daten betonte das Unternehmen, dass strikte Lokalisierung für Plattformen, die auf grenzüberschreitende Kommunikation ausgelegt sind, schwierig sein kann. Maßnahmen zum Schutz von Jugendlichen wurden ebenfalls erörtert, wobei differenzierte Schutzmaßnahmen empfohlen wurden, anstatt allgemeine Verbote.

KI zur Inhaltsmoderation

Die Rolle der KI bei der Erkennung schädlicher Inhalte, einschließlich der proaktiven Erkennung von Kindesmissbrauchsmaterial, wächst. Die KI hat sich als äußerst hilfreich erwiesen, um schädliche Inhalte schneller zu erkennen, als dies durch menschliche Überprüfung möglich wäre.

Ausblick auf die Zukunft

Für die Zukunft wird die indische Mission zur KI als wichtig angesehen, um verantwortungsvolle Skalierung und Innovation zu fördern. Initiativen wie kuratierte öffentliche Datensätze und Open-Source-Zusammenarbeit ermöglichen es indischen Entwicklern, lokal zu innovieren.

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