Malicious AI und der globale Einfluss des EU-KI-Gesetzes

Risiken ohne Grenzen: Der böswillige Einsatz von KI und die globale Reichweite des EU-KI-Gesetzes

Schlüsselbotschaften

Das EU-Künstliche Intelligenz-Gesetz (KI-Gesetz) ist eine der ersten verbindlichen KI-Regulierungen weltweit. Die EU-Politiker beabsichtigen, das Gesetz als Blaupause für die globale KI-Governance zu nutzen, gestützt auf den sogenannten Brüsseler Effekt.

In einem schnelllebigen und sich wandelnden Bereich wie der KI ist die regulatorische Qualität eine Voraussetzung für Einfluss als Modell. Diese Qualität umfasst die angemessene Abdeckung der kritischsten Risiken, die mit der Nutzung, dem Einsatz und der Einführung von KI verbunden sind.

Zu diesen Risiken gehört der böswillige Einsatz, der aus der absichtlichen Nutzung von KI-Fähigkeiten zur Schädigung entsteht. Diese Analyse prüft die Bestimmungen des KI-Gesetzes hinsichtlich der Risiken des böswilligen Einsatzes.

Analyse

Die Bemühungen um die Sicherheit von KI stehen im Kontext des Wettbewerbsdrucks. In der gegenwärtigen geopolitischen Landschaft liegt der Fokus auf technologischer Führung und Fähigkeiten, nicht auf Sicherheit und Risikomanagement.

Das KI-Gesetz wurde als eines der ersten verbindlichen Regelwerke zur KI eingeführt, das konkrete Anwendungsfälle gemäß ihrem erwarteten Risiko regelt. Während andere Regierungen und internationale Organisationen Dokumente zur KI-Sicherheit veröffentlicht haben, sind diese meist breit gefasste, nicht bindende Prinzipien ohne wirksame Durchsetzungs- oder Überwachungsmechanismen.

Risiken des böswilligen Einsatzes

Die Risiken des böswilligen Einsatzes sind absichtliche Praktiken, die KI-Fähigkeiten nutzen, um die Sicherheit von Individuen, Gruppen oder der Gesellschaft zu gefährden. Diese Analyse untersucht die Abdeckung von neun identifizierten Subrisiken durch das KI-Gesetz.

Ungleichheit in der Abdeckung

Die Abdeckung der Subrisiken durch das KI-Gesetz ist ungleich. Vier Subrisiken sind nahezu unreguliert, vier werden nur teilweise oder indirekt behandelt, und lediglich eines unterliegt umfangreichen Verboten und Sicherheitsvorkehrungen. Diese Ungleichheit schwächt nicht nur die interne Kohärenz des KI-Gesetzes, sondern untergräbt auch sein Potenzial als globales Regulierungsmodell.

Schlussfolgerungen

Das EU-KI-Gesetz hat in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit erhalten. Dennoch wurde der Angemessenheit der Risikodeckung und seiner Fähigkeit, die Gesellschaft vor böswilligen Anwendungen von KI zu schützen, wenig Beachtung geschenkt. Diese Analyse zeigt, dass die Abdeckung der Risiken des böswilligen Einsatzes ungleich ist. Während Risiken wie staatliche Überwachung und Unterdrückung umfassend behandelt werden, bleiben andere kritische Risiken weitgehend unaddressiert.

Die Erkenntnisse dieser Analyse bieten EU-Politikern, die eine globale Nachahmung des KI-Gesetzes anstreben, drei ergänzende politische Optionen: eine Überprüfung des KI-Gesetzes, eine Änderung des KI-Gesetzes im Rahmen geplanter regelmäßiger Überarbeitungen und einen internationalen Dialog.

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