Mangel an Ressourcen als größte Hürde für die Regulierung von KI
Eine engere Zusammenarbeit zwischen den Regulierungsbehörden und erhöhte Finanzmittel sind erforderlich, damit das Vereinigte Königreich effektiv mit den Menschenrechtsverletzungen umgehen kann, die mit der Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI) verbunden sind.
Regulierung und Herausforderungen
Am 4. Februar 2026 traf sich ein gemeinsames Komitee für Menschenrechte, um zu erörtern, ob die Regulierungsbehörden im Vereinigten Königreich über die Ressourcen, das Fachwissen und die Befugnisse verfügen, um sicherzustellen, dass Menschenrechte vor neuen und aufkommenden Schäden durch KI geschützt werden.
Obwohl es im Vereinigten Königreich mindestens 13 Regulierungsbehörden gibt, die sich mit KI befassen, gibt es keine einzelne Behörde, die speziell für die Regulierung von KI zuständig ist. Die Regierung hat erklärt, dass KI durch den bestehenden Rechtsrahmen des Vereinigten Königreichs reguliert werden sollte. Experten warnten jedoch, dass der derzeitige, unverbundene Ansatz hinter der schnelllebigen Entwicklung von KI zurückbleiben könnte, wenn nicht stärkere Koordination und Ressourcen bereitgestellt werden.
Ressourcenmangel als Hürde
Eine Vertreterin einer Menschenrechtskommission betonte, dass der Mangel an Ressourcen die größte Hürde bei der Regulierung der Technologie darstellt. Sie erklärte, dass mehr getan werden könnte, wenn die erforderlichen Mittel vorhanden wären. Das Budget der Kommission ist seit 2012 eingefroren, was einem Rückgang von 35 % entspricht.
Die Regulierungsbehörden gaben an, dass der rechtliche Rahmen weitgehend vorhanden ist, um KI-bezogene Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen zu behandeln. Die Einschränkung liegt daher in der Kapazität und den Ressourcen, nicht an einem Mangel an gesetzlichen Befugnissen. Daher erfolgt ein Großteil der Durchsetzung reaktiv statt proaktiv.
Koordinierung und internationale Zusammenarbeit
Die Regulierungsbehörden sprachen sich für eine koordinierende Stelle aus, um stärkere Mechanismen zwischen den verschiedenen Regulierungsbehörden zu schaffen. Es existieren bereits Koordinierungen, wie das Digital Regulation Cooperation Forum, das 2020 gegründet wurde, um die Arbeitsbeziehungen zwischen vier Regulierungsbehörden zu stärken.
Ein Vertreter erklärte die Notwendigkeit einer internationalen regulatorischen Zusammenarbeit im Hinblick auf die durch KI erzeugte Desinformation. Unter dem Online Safety Act hat das Vereinigte Königreich jedoch keine Befugnis, die Verbreitung von Fehlinformationen in sozialen Medien zu regulieren.
Fazit
Die Regulierung von KI steht vor erheblichen Herausforderungen, insbesondere aufgrund des Mangels an Ressourcen und der Notwendigkeit einer stärkeren Koordination zwischen den Regulierungsbehörden. Der Bedarf an einem spezifischen Regulator für KI wird von vielen Seiten betont, während gleichzeitig die bestehenden Regulierungsrahmen gestärkt werden müssen, um den rasanten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz gerecht zu werden.