AI ‘moving at the speed of light’ warnt Guterres und enthüllt Empfehlungen für ein UN-Expertengremium
„KI bewegt sich mit der Geschwindigkeit des Lichts“, sagte der UN-Generalsekretär und betonte die Dringlichkeit, diese bahnbrechende Technologie zu regulieren. „Wir benötigen gemeinsame Verständnisse, um effektive Leitplanken zu schaffen, Innovationen für das Gemeinwohl freizusetzen und Zusammenarbeit zu fördern. Das Gremium wird der Welt helfen, Fakten von Fälschungen und Wissenschaft von Unsinn zu trennen.“
Die Wurzeln des Gremiums reichen bis ins Jahr 2023 zurück, nach der Veröffentlichung von ChatGPT in den USA und anderen bahnbrechenden Technologien, die eine neue Ära im Bereich der künstlichen Intelligenz einläuteten. Der Generalsekretär berief eine Gruppe führender Technologen und Akademiker ein und beauftragte sie mit der Entwicklung von Empfehlungen für eine sichere Governance.
Nach einer Reihe von eingehenden Diskussionen brachte die Gruppe eine Vision für einen Ansatz zur KI-Governance vor, der der Menschheit zugutekommen könnte. Zu den Ideen gehörte die Schaffung des Internationalen Wissenschaftsgremiums – unabhängig, aber von der UN unterstützt.
Das Gremium
Das Gremium wird, so Guterres, der „erste globale, vollständig unabhängige wissenschaftliche Körper sein, der darauf abzielt, die Wissenslücke im Bereich KI zu schließen und die realen Auswirkungen von KI auf Wirtschaft und Gesellschaft zu bewerten.“ Die Mitglieder des Gremiums werden Ideen austauschen, sich intensiv mit prioritären Bereichen wie Gesundheit, Energie und Bildung befassen und die neueste Spitzenforschung teilen.
Vielfältige Kandidaten
Am Mittwoch informierten der Generalsekretär und sein Sonderbeauftragter für Technologie Journalisten darüber, dass die Namen von 40 potenziellen Mitgliedern der Generalversammlung vorgelegt werden, die letztlich über die Mitgliedschaft des Gremiums entscheiden wird. Die Experten auf der Liste wurden aufgrund ihrer international anerkannten Expertise im Bereich KI ausgewählt. Geografische Repräsentation und Geschlechtergleichgewicht spielten ebenfalls eine Rolle.
Die Nominierten umfassen 19 Frauen und 21 Männer, die Experten in ihren jeweiligen Bereichen sind.
Konsens finden
Angesichts der großen und vielfältigen Mitgliedschaft, der unterschiedlichen Haltungen zur Regulierung und der wachsenden geopolitischen Spannungen könnte es herausfordernd sein, einen Konsens zu finden. Der Sonderbeauftragte wies jedoch darauf hin, dass Wissenschaftler aus aller Welt selbst während des Kalten Krieges in der Lage waren, bei internationalen Themen zusammenzuarbeiten. „Es ist einer der Mehrwerte der Vereinten Nationen, diese Mechanismen bereitzustellen, um wissenschaftliches Verständnis und ein gemeinsames Verständnis zu fördern“, sagte er.
Die Generalversammlung wird voraussichtlich am 12. Februar die endgültige Entscheidung über die Mitgliedschaft treffen, und der erste Bericht des Gremiums soll im Juli vorgelegt werden.