Kratsios bezeichnet patchworkartige staatliche KI-Gesetze als „Anti-Innovation“
In einer Anhörung vor dem Unterausschuss für Forschung und Technologie des House Committee on Science, Space, and Technology äußerte sich der Direktor des Büros für Wissenschaft und Technologiepolitik über die Pläne der Regierung im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI). Im Verlauf der zweistündigen Sitzung wurden auch Fragen zu Haushaltskürzungen bei Wissenschaftsbehörden und dem Bestreben der Regierung aufgeworfen, staatliche KI-Regelungen zu begrenzen.
Fokus auf KI als wissenschaftliche Priorität
Die Regierung hat KI seit dem Amtsantritt des Präsidenten als zentrale wissenschaftliche Priorität definiert. Der Schwerpunkt liegt auf zwei Initiativen: „Winning the AI Race: America’s AI Action Plan“ und der „Genesis Mission“. Letztere soll KI als Werkzeug für wissenschaftliche Entdeckungen fördern. Durch Partnerschaften mit der Privatwirtschaft wird angestrebt, federal wissenschaftliche Daten und fortschrittliche Rechenleistung zu bündeln, um die Forschung zu beschleunigen.
Erweiterung der Genesis-Mission
Ein Ziel der Genesis-Mission ist es, die Reichweite über das Energieministerium hinaus zu erweitern und auch andere Regierungsbehörden einzubeziehen. Die zugrunde liegende These ist, dass die Regierung über wertvolle wissenschaftliche Daten verfügt, die, wenn sie zusammengeführt werden, erhebliche wissenschaftliche Entdeckungen ermöglichen können.
Rekrutierung internationaler Partner
Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Rekrutierung internationaler Partner. Es wurde bereits Interesse von Technologie-Ministerien weltweit bekundet, sich dem Programm anzuschließen. Die Zusammenarbeit mit Verbündeten zur Bereitstellung amerikanischer Technologie wird als entscheidend erachtet, um die Führungsposition der USA in der KI-Entwicklung zu wahren.
Erweiterung von KI-Talenten
Ein weiteres Anliegen ist die Erweiterung von KI-Talenten in der Arbeitswelt und in Schulen. Eine spezielle Task Force wurde eingerichtet, um KI-Kompetenzen im K-12-Bereich zu fördern. Über 200 Unternehmen und Organisationen haben sich verpflichtet, KI-Ressourcen kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Bedenken und Kritik
Während der Anhörung wurden Bedenken zu einem Chatbot geäußert, der nicht einvernehmliche sexuelle Bilder generieren konnte. Auch die Auswirkungen von Rechenzentren auf die lokale Bevölkerung wurden thematisiert. Kritiker äußerten Bedenken zu einer kürzlich erlassenen Exekutivanordnung, die das Justizministerium anweist, gegen bestimmte staatliche KI-Gesetze vorzugehen. Diese Anordnung wurde als verfassungswidrig kritisiert.
Fazit
Kratsios betonte, dass die Pflicht zur Einhaltung von 50 verschiedenen KI-Regelsätzen als „anti-innovation“ betrachtet wird. Er arbeitet an der Entwicklung eines „sinnvollen nationalen Politikrahmens“, während die Exekutivanordnung Ausnahmen in bestimmten Bereichen vorsieht.