KPMG Australia Partner wegen Betrugs mit KI bei Ethiktest bestraft
Ein hochrangiger Partner bei KPMG Australia wurde mit 10.000 AUD (ungefähr 7.000 USD) bestraft, weil er generative KI-Tools verwendet hatte, um bei einer internen Schulungsbewertung zur verantwortungsbewussten und ethischen Anwendung der Technologie zu schummeln.
Vorfall und Konsequenzen
Der Partner, ein registrierter Unternehmensprüfer, hatte im Juli 2025 ein Schulungshandbuch in eine externe KI-Plattform hochgeladen, um Antworten für eine obligatorische Bewertung zu generieren. Der Vorfall wurde im August 2025 durch KPMGs interne KI-Überwachungstools aufgedeckt. Nach einer internen Untersuchung verhängte KPMG eine Geldstrafe von über 10.000 AUD in Form zukünftiger Einnahmen und forderte den Partner auf, die Prüfung zu wiederholen.
Hintergrund und Trends
Dieser Vorfall ist Teil eines größeren Trends, bei dem seit Juli 2025 insgesamt 28 Fälle von KI-unterstütztem Betrug bei KPMG Australia identifiziert wurden. Die meisten anderen Fälle betrafen Mitarbeiter auf oder unterhalb der Führungsebene, was das Engagement des Partners besonders auffällig macht. Partner unterliegen strengeren Anforderungen, da sie eine entscheidende Rolle beim Schutz der finanziellen Daten der Klienten spielen.
Reaktionen und Maßnahmen von KPMG
Der Partner meldete den Vorfall selbstständig bei einer Berufsorganisation, die eine eigene Untersuchung einleitete. Der Geschäftsführer von KPMG Australia äußerte, dass die schnelle Akzeptanz von KI eine Herausforderung darstellt, insbesondere in Bezug auf deren Nutzung in internen Schulungen und Prüfungen. KPMG hat ihre Prozesse zur Erkennung von KI-Betrug verbessert und führt eine umfassende Bildungskampagne durch, um Mitarbeiter über die Richtlinien aufzuklären.
Schlussfolgerung
KPMG strebt an, einen neuen Transparenzstandard zu etablieren, indem sie verspricht, KI-bezogene Betrugsfälle in ihren jährlichen Ergebnissen zu melden und sicherzustellen, dass Mitarbeiter Fehlverhalten gegenüber Berufsorganisationen selbst melden.