EU-Länder koordinieren Positionen zu Änderungen des KI-Gesetzes bis April 2026
EU-Mitgliedstaaten haben sich zum Ziel gesetzt, bis April 2026 ihre Positionen zu den vorgeschlagenen Änderungen des KI-Gesetzes zu finalisieren. Die seit August 2024 geltende Regulierung wird überprüft, um Durchsetzungsprobleme und technologische Entwicklungen zu adressieren. Die Koordination umfasst die Kommission, den Rat und das Parlament, wobei der Fokus auf Hochrisikosystemen und allgemeinen KI-Modellen liegt.
Implementierungszeitplan des KI-Gesetzes und gestaffelter Rollout
Das KI-Gesetz trat am 1. August 2024 in Kraft, wobei sofortige Verbote für Praktiken wie die staatliche soziale Bewertung gelten. Die Anforderungen für Hochrisikosysteme beginnen im August 2026, während die Verpflichtungen für allgemeine KI im August 2025 starteten. Die Codes of Practice für grundlegende Modelle wurden Ende 2025 abgeschlossen.
Nationalbehörden setzen die Regeln durch, unterstützt von der Europäischen KI-Behörde. Mitgliedstaaten reichen jährliche Berichte über den Fortschritt ein. Rückmeldungen von Stakeholdern aus 2025 identifizierten Lücken in den Definitionen von Hochrisiken und den Bewertungskriterien für Modelle.
Wichtige Änderungsanträge unter Prüfung der Mitgliedstaaten
Die Diskussionen konzentrieren sich auf die Verfeinerung der Hochrisikosystemlisten in Anhang III, zu denen biometrische Identifikation und Bildungstools gehören. Vorschläge zur Anpassung der Schwellenwerte für systemische Risiken in allgemeinen Modellen basieren auf Rechenparametern. Aktualisierungen zur Durchsetzung könnten die Harmonisierung von Strafen bis zu 35 Millionen Euro oder 7 % des Umsatzes umfassen.
Arbeitsgruppen des Rates unter den nachfolgenden Präsidentschaften erleichtern technische Austauschprozesse. Frankreich, Deutschland und die Niederlande leisten führende Beiträge zum Gleichgewicht zwischen Innovation und Sicherheit. Pilotprojekte aus den Sandboxes von 2025 informieren evidenzbasierte Änderungen.
Koordinationsstrukturen unter den Mitgliedstaaten
Die KI Technical Working Party tagt regelmäßig, während COREPER-Botschafter Fortschritte vor April bewerten. Die Kommission liefert Folgenabschätzungen. Sandboxes, die seit 2025 in mehreren Staaten betrieben werden, testen Flexibilitäten.
Italien und Spanien dokumentieren Erfolge der Sandbox in der freiwilligen Einhaltung. Deutschland stimmt Vorschläge mit den GDPR-Rahmenbedingungen ab. Über 200 Organisationen gaben während der Dialoge im Dezember 2025 Rückmeldungen.
Globale Standards beeinflusst durch den EU-Ansatz
EU-Regeln prägen internationale Rahmenbedingungen, mit Verweisen in der Gesetzgebung Japans und Südkoreas. US-Gesetze im Jahr 2026 ziehen Risikostufen in Betracht. Die G7-Verpflichtungen von Hiroshima adressieren generative Risiken. China priorisiert Sicherheit in der KI-Governance. Singapur und Kanada implementieren ein gestaffeltes System, das auf dem EU-Design basiert. Mitgliedstaaten streben eine grenzüberschreitende Harmonisierung an.
Herausforderungen bei der Konsensfindung bis zur Frist im April
Die Positionen variieren hinsichtlich der Ausweitung von Verboten und der Feinabstimmung von Ausnahmen. Kleinere Mitgliedstaaten suchen Unterstützung bei der Durchsetzungskapazität. Größere Volkswirtschaften plädieren für Flexibilität. Frankreich verstärkt biometrische Schutzmaßnahmen; die nordischen Länder erweitern Forschungsfreiräume. Der Wettbewerbsrat im März überprüft den Status.
Fazit
Die bevorstehenden Änderungen des KI-Gesetzes erfordern erhebliche Koordination und Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten, um sicherzustellen, dass sowohl Sicherheitsbedenken als auch Innovationsförderung in Einklang gebracht werden. Die Herausforderungen der Konsensfindung und die unterschiedlichen Positionen der Mitgliedstaaten werden eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der zukünftigen KI-Regulierung in der EU spielen.