KI-Regulierung: Chancen und Risiken für Innovation in Europa

Die Annahme von KI und die Bedrohung der Innovation: Lehren aus Europa

Diese wirtschaftliche Notiz untersucht die oft unbeabsichtigten Folgen von verschiedenen Gesetzen und Regeln für Einzelpersonen und Unternehmen im Gegensatz zu ihren erklärten Zielen.

Einleitung

Eine internationale Studie über künstliche Intelligenz (KI) aus dem Jahr 2025 zeigt, dass kanadische Befragte sich der positiven Auswirkungen von KI auf Produktivität und Innovation bewusst sind, jedoch besorgt über die damit verbundenen Risiken. Eine Mehrheit der Kanadier ist vor allem über die Risiken, die KI mit sich bringt, besorgt und befürwortet spezifische Regelungen – eine Haltung, die auch von einer vergleichbaren Anzahl europäischer Befragter geteilt wird.

Vorteile, aber auch neue Risiken

KI findet in verschiedenen Bereichen Anwendung, darunter Logistik, Finanzen, E-Commerce, Landwirtschaft, Bildung und Medizin. Ihre Vorteile umfassen Zeitersparnis, bessere Verwaltungsabläufe und verbesserte Dienstleistungen, die zu erheblichen Produktivitätsgewinnen führen. Vorsichtige Schätzungen sagen einen Anstieg der Gesamtproduktivität von 0,53 % über zehn Jahre voraus, während einige Studien einen Gewinn von 14 % für geringqualifizierte „Unterstützungs“-Mitarbeiter durch große Sprachmodelle (LLMs) prognostizieren.

Die EU hat eine Regulierung eingeführt, die darauf abzielt, die Gesundheit und Sicherheit sowie die grundlegenden Rechte der Bürger zu schützen, die durch den Einsatz von KI-Systemen gefährdet werden könnten. Trotz guter Absichten stößt die Regulierung auf mehrere Herausforderungen.

Die Einführung von LLMs, die es jeder Person ermöglichen, präzise Eingaben zu formulieren und spezifische Antworten zu erhalten, stellt bisher das größte Versprechen in Bezug auf Innovation und Förderung eines wettbewerbsfähigen Umfelds dar. Diese Modelle ermöglichen es, teure Aufgaben zu internalisieren und senken die Eintrittsbarrieren für bestimmte Sektoren.

Rechtsunsicherheit für Unternehmer

Angesichts neuer Risiken sind Regierungen versucht, KI stärker zu regulieren. Die EU hat eine Regulierung verabschiedet, die die Gesundheit und Sicherheit sowie die grundlegenden Rechte schützen soll. Teile des Gesetzes traten im August 2024 in Kraft, während andere Teile bis Ende 2027 verschoben wurden.

Die europäische Regulierung könnte Innovationen einschränken und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen verringern, ohne einen besseren Schutz für die Bürger zu gewährleisten. Die Grundidee der Regulierung besteht darin, Verpflichtungen für KI-Anbieter und -Nutzer basierend auf dem vermuteten Risiko ihrer Produkte aufzuerlegen.

Schlussfolgerung

Bevor spezifische KI-Regulierungen, die am europäischen Modell orientiert sind, angenommen werden, sollten Behörden die Lehren aus der KI-Verordnung ziehen. Es sind insbesondere drei Fallstricke zu vermeiden:

  • Es scheint unrealistisch, Unternehmen zu zwingen, einen risikobasierten Ansatz zum Schutz grundlegender Rechte umzusetzen.
  • Ein flexiblerer Ansatz könnte darin bestehen, bestehende zivilrechtliche Haftungsregeln auf Schäden auszudehnen, die durch KI verursacht werden könnten.
  • Die Risikoverteilung sollte auch die Endnutzer einbeziehen.

Durch die Beachtung dieser Empfehlungen könnte eine Aufsicht über KI eingerichtet werden, ohne Innovation und Wettbewerbsdynamik des Sektors zu gefährden.

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