Künstliche Intelligenz im Beschaffungswesen: Anwendungsfälle, Vorteile & Implementierungsleitfaden
Einleitung
Das Beschaffungswesen hat sich von einer reinen Backoffice-Tätigkeit zu einem strategischen Betriebsbereich entwickelt, der durch erhebliche Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) geprägt ist. Aktuelle Zahlen zeigen, wie schnell dieser Wandel voranschreitet.
Marktanalyse
Die Ausgaben für KI im Beschaffungswesen steigen rasant. Eine Studie aus dem Jahr 2025 ergab, dass 90 % der Führungskräfte entweder bereits KI-Agenten im Beschaffungswesen einsetzen oder ernsthaft in Erwägung ziehen, um die Abläufe zu optimieren. Gleichzeitig wachsen die Budgets für Beschaffungstechnologie um 5,6 %, wobei der Großteil dieser Erhöhung in generative KI und Analysetools fließt.
Der globale Markt für „KI im Beschaffungswesen“ beläuft sich derzeit auf etwa 1,9 Milliarden USD und wird bis 2033 auf 22,6 Milliarden USD geschätzt, was einem jährlichen Wachstum von etwa 28 % entspricht. Dies ist kein schrittweiser Prozess, sondern eine schnelle Transformation, die jetzt finanziert und umgesetzt wird.
Integration von KI im Beschaffungswesen
Die Integration von KI im Beschaffungswesen stellt eine Herausforderung dar, da sie innerhalb komplexer ERP-Umgebungen wie SAP oder Oracle funktioniert. Der Fokus liegt nicht darauf, KI hinzuzufügen, sondern sicherzustellen, dass sie funktioniert, ohne bestehende Systeme zu stören.
Governance von KI im Beschaffungswesen
Die Entscheidungen, die durch KI im Beschaffungswesen getroffen werden, beeinflussen Ausgaben, Verträge und regulatorische Risiken. Eine gute Governance stellt sicher, dass KI einen Mehrwert schafft, ohne versteckte Risiken einzuführen.
Typen von KI im Beschaffungswesen
Im Beschaffungswesen werden KI-Technologien eingesetzt, um Prozesse wie Vertragsmanagement, Lieferantenbewertung und strategische Beschaffung zu automatisieren und zu verbessern. Zu den Haupttypen zählen:
- Maschinelles Lernen: Vorhersage von Lieferantenrisiken und Kostenüberschreitungen.
- NLP: Reduzierung der Zeit für die Vertragsprüfung.
- RPA: Beseitigung manueller Verzögerungen bei Rechnungen und Genehmigungen.
- Generative KI: Beschleunigung von RFPs und Vertragsentwürfen.
- OCR: Verbesserung der Rechnungsgenauigkeit.
Vorteile der KI im Beschaffungswesen
Die Vorteile der KI im Beschaffungswesen gehen über die Automatisierung hinaus. Sie bietet:
- Nachhaltige Kosteneinsparungen durch tiefere Einblicke in Ausgabemuster.
- Zeitersparnis und weniger Burnout durch Automatisierung repetitiver Aufgaben.
- Entscheidungen, die nicht auf Vermutungen basieren, sondern auf Fakten.
- Frühe Erkennung von Risiken.
- Stärkere und gerechtere Beziehungen zu Lieferanten.
- Strategische Ausrichtung im Beschaffungswesen.
Herausforderungen bei der Einführung von KI im Beschaffungswesen
Die Einführung von KI erfordert eine sorgfältige Planung und Überwindung von Hindernissen, wie z. B.:
- Die Datenherausforderung: Die Qualität der Daten ist entscheidend für den Erfolg.
- Der menschliche Widerstand: Es ist wichtig, die Teams von Anfang an einzubeziehen und Bedenken auszuräumen.
- Die Fähigkeitenlücke: Schulungen sind erforderlich, damit das Team die Einsichten effektiv nutzen kann.
Fazit
Künstliche Intelligenz im Beschaffungswesen ist mehr als nur ein Werkzeug; sie verändert die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten. Durch die Automatisierung und intelligente Analyse können Unternehmen nicht nur ihre Abläufe optimieren, sondern auch strategischen Mehrwert schaffen. Der Weg zur erfolgreichen Implementierung beginnt mit einem klaren Verständnis der Herausforderungen und der Bereitschaft zur Anpassung.