KI-Governance im Fokus des G7-Gipfels

Governance von KI auf der G7-Agenda

Die Weltführer, die am G7-Gipfel vom 15. bis 17. Juni in Kananaskis, Alberta, teilnehmen, werden voraussichtlich darüber nachdenken, wie sie die offensichtlichen Potenziale der künstlichen Intelligenz (KI) freisetzen und gleichzeitig angemessene Governance-Standards einführen können.

Der Handel zwischen Potenzial und Governance

Ein zentrales Thema wird der Handel zwischen der Nutzung der KI-Potenziale und den Herausforderungen sein, die diese Technologien mit sich bringen. Der rasante Fortschritt in diesem Bereich könnte laut Experten sogar beeinflussender sein als die Industrielle Revolution. Dabei sind Produktivitätssteigerungen eng mit einer Verbesserung des Lebensstandards verknüpft. Doch nicht alle werden von diesen Fortschritten profitieren; viele könnten beruflich betroffen sein.

Schulungsprogramme für Betroffene

Die Regierung könnte erwägen, einen Teil der zusätzlichen Einnahmen, die durch die neue Produktivität generiert werden, in Schulungsprogramme zu investieren, um denjenigen zu helfen, die durch den technologischen Wandel beruflich disloziert werden.

Engagement der Interessengruppen

Im Vorfeld des G7-Treffens haben themenfokussierte Engagement-Gruppen eigene Treffen abgehalten und Wertstellungen sowie spezifische Vorschläge vorbereitet, um informierte Diskussionen während des Gipfels zu fördern. Diese verschiedenen nichtstaatlichen Gruppen konzentrierten sich auf Themen wie Wirtschaft, zivilgesellschaftliche Belange, Wissenschaft, Arbeit, Jugend und Frauenfragen in Verbindung mit KI.

Forderungen der Business 7 Gruppe

Die Business 7 Gruppe (B7) fordert die G7-Führer auf, eine qualifizierte KI-Arbeitskräfte zu schulen und die Interoperabilität von KI und digitaler Regulierung voranzutreiben, um Innovation und Vertrauen zu fördern. Im Gegensatz dazu hat die Science 7 Gruppe (S7) 11 Empfehlungen zu fortgeschrittenen Technologien im Bereich der Daten­sicherheit formuliert, einschließlich der Einführung eines umfassenden Wasserzeichens oder eines anderen Symbols, um Internetnutzer darüber zu informieren, dass sie KI-generierte Inhalte sehen.

Schwierigkeiten bei der Konsensfindung

Die Einigung über ein so unbestimmtes Thema wird für die anwesenden Delegierten eine schwierige Aufgabe darstellen. Bereits jetzt ist es herausfordernd, einen Konsens im Umgang mit KI im Hochschulbereich zu erreichen. Viele Menschen nutzen KI nicht häufig, insbesondere ältere Generationen, die sich ihrer Fähigkeiten nicht bewusst sind. Andere fordern sogar ein Verbot von KI.

Integration von KI in Bildung

Einige Bildungseinrichtungen, wie etwa ein Professor an einer Universität, integrieren KI in den Unterricht, indem sie den Studierenden Aufgaben geben, die es erfordern, mit KI-Tools zu interagieren. Die Studierenden werden sogar nach der Qualität der Eingaben, die sie in Programme wie ChatGPT oder Grok eingeben, bewertet. Außerdem wird der intellektuelle Tiefgang schriftlicher Arbeiten stärker gewichtet, da der von KI generierte Text oft als oberflächlich betrachtet wird.

Insgesamt steht die Governance von KI vor großen Herausforderungen und Chancen, die von den G7-Führern und anderen Entscheidungsträgern sorgfältig abgewogen werden müssen.

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