Berater des Bundesjustizwesens sahen sich am Donnerstag der umfangreichsten Opposition in ihrer Kampagne gegenüber, die Zuverlässigkeit von Beweismitteln mithilfe von künstlicher Intelligenz sicherzustellen. Die Kritik erwies sich jedoch als konstruktiv und könnte die Chancen für eine digitale Erweiterung der US-Gerichtsregeln erhöhen.
Eine vorgeschlagene Änderung der Regel, die Anwälte dazu verpflichten würde, zu bestätigen, dass KI-generierte Inhalte in ihren Gerichtseinreichungen genau sind, überstand eine Abstimmung des Ausschusses. Die Richter des Beratungsausschusses schienen Kompromisse der Eliminierung vorzuziehen, trotz stundenlanger Debatten und mehr als einem Dutzend öffentlicher Kommentare, die signifikante Änderungen forderten.
Der Ausschuss hörte von Anwälten und Akademikern, die argumentierten, dass der Ausschuss die Anwälte auffordern sollte, die Genauigkeit von KI-generierten Inhalten in ihren Einreichungen zu „bestätigen“ oder zu „attestieren“, anstatt die weichere Formulierung „zertifizieren“ zu verwenden, die der Ausschuss vorgeschlagen hatte.
Einige Kommentatoren plädierten auch dafür, dass Anwälte in ihren Einreichungen angeben sollten, wann KI zur Generierung von Inhalten verwendet wurde, während andere vorschlugen, dass der Ausschuss die Änderung ganz zurückstellen sollte, bis die KI-Technologie standardisierter wird. Dennoch entschied der Ausschuss letztendlich, mit seiner vorgeschlagenen Formulierung fortzufahren, wenn auch mit einigen Modifikationen.
Die Opposition kam von verschiedenen Anwaltsverbänden, praktizierenden Anwälten und akademischen Wissenschaftlern und wirkte konstruktiv, was die Chancen für eine digitale Ergänzung zu den US-Gerichtsregeln in den kommenden Jahren erhöht.
Viele Kommentatoren äußerten Bedenken, dass die vorgeschlagene Regel 26 die Risiken von KI-generierten Fehlinformationen nicht ausreichend adressieren würde. Andere argumentierten, dass die Gerichte mehr Flexibilität im Umgang mit KI-generierten Beweisen haben sollten. Ein Ausschussmitglied äußerte den Wunsch, Innovation nicht zu ersticken, während gleichzeitig die Integrität des Justizprozesses gewahrt bleibt.
In einer weiteren Entwicklung überprüfte der Ausschuss einen Vorschlag zur Änderung von Regel 702 der Bundesregeln für Beweismittel, die die Zulässigkeit von Expertenaussagen regelt. Die vorgeschlagene Änderung würde klären, dass die Regel auch für Aussagen gilt, die auf KI-generierten Beweisen basieren, jedoch nicht verlangt, dass Anwälte die Genauigkeit solcher Beweise zertifizieren.
Der Ausschuss wird voraussichtlich weiterhin über diesen Vorschlag diskutieren. Es könnte mehrere Monate dauern, bis endgültige Entscheidungen getroffen werden. Die letzte Entscheidung über die Regeländerung könnte im Frühjahr dem Obersten Gerichtshof der USA präsentiert werden.