Einleitung
Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass generative KI in der Finanzbranche von einem selten genutzten Werkzeug zu einem festen Bestandteil des Arbeitsalltags geworden ist. Mehr als die Hälfte der befragten Fachkräfte nutzt KI täglich, was zu einem erheblichen Anstieg der erzeugten Kommunikationsinhalte führt.
Kernanalyse
Nutzung nach Altersgruppen
Junge Beschäftigte (25‑34 Jahre) treiben die Nutzung am stärksten voran, mit über 36 % täglicher Nutzung. Auch bei den 35‑54‑Jährigen nutzen 32 % KI täglich, und bei den 55‑64‑Jährigen sind es 28 %.
Steigerung des Kommunikationsvolumens
69 % der Befragten geben an, dass KI den Umfang ihrer erstellten Inhalte erhöht.
Anwendungsbereiche
Interne Aufgaben werden besonders häufig automatisiert: Briefings (50 %), Telefonzusammenfassungen (49 %) und interne Kommunikation (37 %). Auch externe und regulierte Inhalte werden von KI unterstützt, darunter Kundenkommunikation (40 %), Marketing‑ und Social‑Media‑Inhalte (38 %) sowie Compliance‑Dokumente (34 %).
Qualitätssicherung
Nur 41 % der Fachkräfte geben an, dass sie KI‑generierte Ergebnisse gründlich prüfen und signifikant überarbeiten, bevor sie veröffentlicht werden.
Implikationen und Risiken
Überwachungsdefizite
Ein Drittel (32 %) hält die bestehenden Überwachungssysteme für nicht ausreichend, um KI‑Risiken zu erkennen. Unter den jüngeren Beschäftigten äußern 43 % Bedenken hinsichtlich der Überwachungsfähigkeit.
Bedarf an besserer Kontrolle
81 % der Befragten würden KI‑Werkzeuge mit größerem Vertrauen einsetzen, wenn sie wüssten, dass die Ausgaben korrekt überwacht werden. Dieser Vertrauenswert ist bei den 18‑34‑Jährigen sogar auf 87 % gestiegen, was einem Anstieg von 12 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Fazit
Die rasche Verbreitung von generativer KI in der Finanzbranche erhöht das Kommunikationsvolumen und eröffnet neue Effizienzpotenziale, birgt jedoch erhebliche Compliance‑Risiken. Um das Vertrauen der Mitarbeitenden zu stärken und regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden, ist eine robuste Überwachung und Kontrolle der KI‑gestützten Inhalte unerlässlich.