Irland soll EU-Präsidentschaft nutzen, um strengere Gesetze gegen KI-Deepfakes voranzutreiben
Irland sollte seine EU-Präsidentschaft nutzen, um strengere Gesetze gegen die Verwendung von KI zur Erstellung und Verbreitung von nicht einvernehmlichen intimen Bildern zu fordern, so die Empfehlung der Regierung.
Empfehlungen des KI-Beratungsgremiums
Das KI-Beratungsgremium hat seine Empfehlungen an die Regierung veröffentlicht, die sich auf die Erstellung und öffentliche Verbreitung von KI-generierten nicht einvernehmlichen intimen Bildern, einschließlich Materialien zum sexuellen Missbrauch von Kindern, konzentrieren.
Diese Empfehlungen sind eine Reaktion auf einen internationalen Skandal über Bilder, die mit einem KI-Chatbot erstellt wurden und auf einer sozialen Medienplattform geteilt wurden. Das Papier versucht jedoch nicht, spezifische Fakten in diesem Fall zu klären.
Aktuelle Rechtslage
Das irische Recht ist laut dem KI-Beratungsgremium ausreichend robust, um die nicht einvernehmliche Weitergabe von KI-generierten intimen Bildern sowie die Produktion und/oder Verbreitung von KI-generiertem sexuellem Missbrauchsmaterial zu regeln. Dennoch wird festgestellt, dass die effektivste Reaktion auf Technologien, die die Produktion und Veröffentlichung von intimen Bildern und CSAM in großem Maßstab ermöglichen, ein harmonisierter EU-Ansatz ist.
Das EU-KI-Gesetz behandelt diese Technologien in ihrer derzeitigen Form nicht, und es wird vorgeschlagen, dass dies geändert werden könnte.
Forderungen an die irische Regierung
Das KI-Beratungsgremium ist der Ansicht, dass die irische Regierung ihre EU-Präsidentschaft in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 nutzen sollte, um mit den anderen EU-Mitgliedstaaten zusammenzuarbeiten. Ziel ist es, die Änderung von Artikel 5 des KI-Gesetzes gemäß dem Mechanismus des Artikels 112(1) zu fördern, um KI-Praktiken zu verbieten, die es Nutzern ermöglichen, nicht einvernehmliche intime Bilder und CSAM zu generieren.
Zusätzlich wird die irische Regierung aufgefordert, eine nationale Taxonomie von Online-Schäden zu erstellen, die eine explizite Schicht für „KI-unterstützte und automatisierte Schäden“ enthält, um Berichterstattung und Politik zu standardisieren.
Weitere Empfehlungen
Die beiden weiteren Empfehlungen des Papiers beziehen sich auf die Unterstützung von Opfern bei der Meldung und Beweissicherung sowie die Organisation einer Informationskampagne für die Öffentlichkeit.
Das KI-Beratungsgremium wurde im Januar 2024 von der Regierung eingerichtet und vereint führende rechtliche und technologische Experten auf dem Gebiet der KI.